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Frage zur Einsamkeit/Isolierung

Dieses Thema im Forum "Einsamkeit" wurde erstellt von Sonnenblume, 6 Februar 2010.

  1. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

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    AW: Frage zur Einsamkeit/Isolierung

    Hallo Sonnenblume,
    du machst nichts falsch, du nimmst es "nur" zu persönlich.
    Ich schreibe mal auf, wie ich so in den Situationen bin, ich bin "eigentlich" ;)schon an den Menschen interessiert und mich interessierts auch, wie es ihnen geht.
    AAAAhhhaber ich bin ständig beschäftigt... Ist mal jemand krank - merke ich es mir und denke, den ruft´ste in ein paar Tagen mal an und fragst, wie es geht......heute..nachher rufe ich eben an....öhm....schwupp schon wieder vergessen, jetzt ist es schon zu spät am Abend, so vergeht Tag für Tag und ich habe nicht angerufen. Genauso mit meinen Freundinnen....Tag für Tag vergehen, bis sie wieder zu erst anrufen. Das ist gar nicht böse von mir gemeint und ich habe auch Interesse an diesen Freudschaften....nur....ich komme nicht dazu, weil die ganze Zeit etwas zu tun habe... Die kennen mich mittlerweile schon und nehmen mir es nicht übel.
    Verstehst du, was ich meine?
    Eberesche
     
  2. Sonnenblume

    Sonnenblume Active Member

    AW: Frage zur Einsamkeit/Isolierung

    Wenn Ihr wüsstet, wie sehr ich mich über Eure Zeilen freue! Danke!
    Also mir das zum ersten Mal passiert ist, daß ich in einem Tief war (lächerlich, im Vergleich zu jetzt), habe ich natürlich meine Eltern gefragt, warum sie sich abwenden. Meine Mutter erklärte mir, daß man – wenn es jemandem „schlecht“ geht – als Gegenüber nicht drauf eingehen soll. Denn dann verstärkt man das negative Gefühl. Ich bin grundsätzlich ein sehr offener Mensch und (sonst wäre ich nicht in diesem Forum) neuen Gedankenweisen gegenüber sehr aufgeschlossen und habe schon einiges an neuen Sichtweisen ausprobiert. Aber so ein Verhalten erscheint mir unnatürlich. Falls wir uns sehen (leider bin ich ab und an, wenn meine Verzweiflung wieder einmal riesengroß ist, auf ein Gespräch mit ihr eingegangen) dann erklärt sie mir, daß meine desaströse private Situation lediglich deshalb so ist weil ich das in meinen Gedanken selbst erschaffen habe. Ich sei also selbst schuld. Ja, auch das ist mir klar, doch ich persönlich würde mich freuen, wenn einfach mal nur wer da ist (und in meinem Verständnis könnte das durchaus die eigene Mutter sein) der einen einfach nur in den Arm nimmt.
    Weiters lehnt sie die Frage „wie geht es Dir“ ab, weil man dann somit jemanden in eine negative Energie bringt. Also recht gekünstelt alles, sorry, das ist meine Empfindung.
    Nun, meine Eltern und ich wir haben gar keine Beziehung zueinander. Das macht mir manchmal mehr, manchmal weniger zu schaffen. Mein Vater ist sozusagen nicht existent, er legt nicht viel Wert auf Telefonate oder Interesse nach meinem Leben. Das kenne ich gar nicht anders.
    Ich bin glaub ich immer schon, bzw. viel zu lange ein sehr gutmütiger Mensch gewesen, der nur für andere da war/ist. Denn diese Angelegenheit mit dieser Bekannten hätte ich schon wieder in mir so „abgelegt“ daß ich ihr gegenüber falsch gehandelt habe und daß ich schuld daran sei, daß sie gar nicht auf Nachfragen nach meinem Befinden eingeht.
    Aber der Hinweis, diese Bekannte mal dazu zu befragen, ist ein guter, ich werde das mal probieren. Diese Bekannte ist ein „normaler“ Mensch,
    Deshalb freut es mich, Deine Zeilen zu lesen, wo ich für mich ein bisschen Zuspruch herauslese. Werde mal weiter schauen, wie sich dieses Theaterstück (ja, so empfinde ich mein Leben) weiterentwickelt
    Viele Grüße und DANKE
    Eure Sonnenblume
     
  3. harmony

    harmony Well-Known Member

    AW: Frage zur Einsamkeit/Isolierung

    Hallo Sonnenblume,

    habe deinen Beitrag eben erst entdeckt. Ich kann ganz gut nachvollziehen, wie es dir ergeht, weil ich teilweise selbst dieses Gefühl empfinde. Wobei ich manchmal das Gefühl habe unerwünscht zu sein, öfters aber (und es macht mir eig. mehr zu schaffen) unauffällig oder "egal" zu sein, d.h. dass ich das Gefühl habe, dass Leuten egal ist ob ich hier bin oder nicht und dass ich langweilig wirke. Ich habe das unteranderem in letzter Zeit auf mein mangelndes Selbstbewusstsein geschoben.
    Heute habe ich gelesen, dass alle unsere Beziehungen im Prinzip die Beziehung, die wir zu uns selbst haben, wiederspiegeln, was mir mich durchaus Sinn macht. Ich denke mir nämlich oft selbst, dass ich langweilig geworden bin, weil ich nicht mehr gerne Abends fortgehe, oder nehme mir zu wenig Zeit für mich. Ich möchte nun an der Beziehung mit mir selbst arbeiten und hoffe, dass sich das dann auch positiv auf meine anderen Beziehung auswirkt.
    Ich habe auch gemerkt, dass du nicht nach Bekanntschaften suchen solltest... Ich habe meine engen Freunde (ein paar habe ich schon noch) immer getroffen, wenn ich nicht damit gerechnet hatte.

    Alles Liebe,
    Stephanie
     
  4. Pauline1

    Pauline1 New Member

    AW: Frage zur Einsamkeit/Isolierung

    Hallo liebe Sonnenblume,
    in Deinem Bericht über deine Isolation habe ich mich wiedergefunden.
    Kann das gut nachvollziehen.

    Bei mir hat es ähnlich begonnen, wie bei Dir. Solange ich meine Arbeit hatte, konnte ich die Einsamkeit noch einigermassen kompensieren und schön reden. Aber das Ganze ist ein schleichender Prozeß.

    Leide schon über Jahre daran, mich selbst zu Isolieren und fast daran zu ersticken, und kann aus Erfahrung verstehen, wie du dich jetzt fühlen musst.

    Aus dieser Erfahrung raus kann ich dir nur raten, auch wenn es schwer fällt, Kontakte zu suchen. Wie du meinem eigenen Bericht entnehmen kannst, bin ich in dieser Distiplin gar nicht gut und verstehe es deshalb um so besser, wie schwer das ist.

    Für mich persönlich ist es der erste Schritt mich hier zu outen und auf Menschen mit ähnlichen Problemen treffen und austauschen zu wollen.

    Ganz lieben Gruss schickt Dir
    Pauline
     
  5. wiebke24

    wiebke24 New Member

     
  6. wiebke24

    wiebke24 New Member

    Hallo Sonnenblume,

    na das hört sich bei Dir zwar schon etwas traurig an, aber so wie schreibst, find ich Deine Denke eher positiv. Also, ... müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Situation nicht ändern ließe!
    Hatte auch bis vor nicht allzu langer Zeit das gleiche Problem. Hab echt einige Tipps befolgt und so manches ausprobiert um endlich wieder soziale Kontakte zu knüpfen. Früher war das doch eigentlich auch kein Problem für mich, allerdings durch den Beruf und wechselnde Umgebungen war irgendwann mal alles total anders! un jetzt bin ich ziemlich happy, weil mir bei einer Real-Life Community die sich comunda.de nennt, der Tunnel-Durchbruch gelungen ist.
    Habe dort kostenlos einige Leute aus meiner Gegend kennengelernt, mit denen ich mich hin und wieder für gemeinsame Aktivitäten wie Kino, Ausstellungen, Kultur, Walking oder Cafe-Besuch treffe - un sogar ein zartes Pflänze zu ner guten Freundin wächst auf eine angenehme Weise!
    Hab ich zu wenig Selbstwertgefühl?, mögen mich die Anderen nicht?, bin ich ein Problemfall? Alles so ein selbst angerührter Quark der immer leicht bitter schmeckt, kaum gesund ist un den auch niemand mitessen möchte! Eines ist mir durch die ganze Situation klar geworden - was wir denken, wie wir uns fühlen und wie wir handeln - kurzum WerWirSind, entscheiden wir ganz alleine-freiwillig und immer wieder aufs Neue ... in unserem Kopf!!!
    So Sonnenblume, es gibt wirklich ziemlich schwere Problemfälle - du gehörst für mich sehr erfreulicherweise wohl nicht dazu.
    Also, denk nicht über Einsamkeit, Isolierung, Zugrunde gehen nach, sondern versuch herauszufinden wie Du mit einem kleinen ersten Schritt etwas positiv verändern kannst und führe ... die Sonnenblume einfach ein kleines Stück näher ans Licht!
    Wenn Du es wirklich WILLst, bereits bist auch etwas dafür zuTUN und Dich mitMUT langsam auf den Weg machst - wer um Himmels willen soll Dich aufhalten!
    ach ja, nicht vergessen .... ziemlich viele Menschen mögen diese robuste Sonnenblume! :)))
     
    Pegasi, Bachstelze, Spätzin und 2 anderen gefällt das.

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