Gibt es wahre Freunde überhaupt?

Guten Morgen Allerserits, etwas verschnieft bin :)
Viel zu kurz war die Nacht mal wieder... ...und wenn es früh Morgens noch so dunkel ist, hab ich erst Recht keine Lust aufzustehen. Komme auch nicht so richtig in die Gänge, ich glaub das wird nicht mein Tag:rolleyes:

@ELLA :)
Dankeschön für deine kleine Zusammenfassung , nun ist zumindest meine Neugierde gestillt. Beim lesen hab ich schon gespürt, dass auch du enttäuscht worden bist...
Ich musste an meiner Einstellung arbeiten,
denn sonst hätte es mich zerfressen!

Nun lebe ich MEIN Leben, genieße die Zeit mit meinen Kindern und Hunden!
Und LEBE einfach!
An dem Punkt bin ich wohl auch gerade, es zerfrißt mich...ich war 21 Jahre verheiratet, das Schlimmste für mich ist, dass meine Tochter nicht mit mir gegangen ist...sie ist 16J. wird nächste Woche 17J.... sie fehlt mir sehr, auch wenn wir jeden Tag telefonieren uns fast jeden Tag sehen, es ist doch was anderes. Sie liebt ihren Papa... Für Kinder ist es echt schwer...plöd plöd plöd.
Jetzt will ich aber nicht schwermütig werden... ich denke die Zeit wird es mit sich bringen. Ella, du hast das alles toll gemeistert, auch wenn du dich sehr in dir zurückgezogen hast, was es vermutlich mit sich bringt, wenn man versucht einfach nur zu leben?!!
Du hast dir etwas ganz Neues aufgebaut, bekommst Zuwachs"freu", du kannst stolz auf dich sein,Ella...fühl dich mal gedrückt(n)

@Bachstelze:)
Mich hat dein Beitrag auch sehr bewegt, deine unsortierten Beiträge wie du sagst, haben mich gefesselt, dank dir dafür...man bekommt einen klaren Blick, ich finde mich auch im Einzelnen wieder...und ja, ihr habt sicher Recht
Ich stimme Clara absolut zu, dass Erwartungen das größte Problem sein können, Erwartungen, die man an andere hat.
meine Erwartungshaltung ist sicher zu hoch...liebe Bachstelze , dank dir für den Ruck...

wenn man seine Erwartungen daran sein lässt, und die Freundschaft und den Menschen dahinter als das nimmt, was er/sie/es
Ich werde versuchen, nicht mehr alles so verkrampft und verbissen zu sehen... ...

@Clara:)
Dein Beitrag hat mich auch sehr bewegt...ich kann mir gut vorstellen, wie du dich gefühlt haben musstest, in der Zeit, in der es dir nicht so gut ging!

Freundschaft ist für mich heute viel mehr als nur 'Jemand zum Ausquatschen'. Es sind die Leute, die bereit sind mit dir durch Dick und Dünn zugehen.Heute hat sich die Spreu vom Weizen getrennt und was übrig blieb, sind meine echten, lieben Freunde.
Das freut mich ganz besonders sehr für Dich..:D

@liebe Spätzin:)
ich denke auch,durch gewisse Umstände lernt man seine richtigen Freunde kennen.

Danke für eure Gedanken, sie stimmen mich nachdenklich und geben mir auch die Gewißheit dass ich nicht allein mit meinen Problemen bin, Probleme , wenn es denn welche sind!

Ich versuche gelassener zu werden...

LG Silviy
 
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Hallo, Ihr alle,

als ich heute mit unserem Hund spazieren ging, habe ich so vor mich hin über Freundschaft sinniert. Witzigerweise habe ich dann später diesen Beitrag dazu gelesen.

Auch mein Freundeskreis hat sich durch Umzug, den Wandel der Zeit, den üblichen Veränderungen etc. drastisch reduziert. Allerdings habe ich (was ich noch nie hatte) einige Beschwerlichkeiten, neue Freundschaften aufzubauen. Ich habe mich natürlich nach den Ursachen gefragt und bin unter anderem auf folgendes gekommen:
Ich habe den Eindruck, daß es in der heutigen Gesellschaft eher um "Oberflächliches" geht, auch um Nutzen, ums Gegeneinander-Aufrechnen. Mal einfach so jemandem eine Freude machen oder für jemanden da zu sein scheint unmöglich. Liegt es an der "Like it" Genaeration, die wahnsinnig viele Freunde online hat und keine zwischenmenschlichen Beziehungen mehr braucht ?
Sicher ist eine Freundschaft - wie in jeder Beziehung - auch "Arbeit". Neben dem alltäglichen Geschehen und allgemeinen Problemen ist es manchmal nicht leicht, genug Zeit dann zu finden, wann sie benötigt wird. Aber es geht ja nicht darum, daß eine Freundin / ein Freund nur dann gefragt ist, wenn es einem schlecht geht, aber gerade dann braucht man wen, bei dem man sich mal "auskotzen" kann oder der einem den Kopf wieder gerade rückt. Und das geht nur bei Menschen, dennen man vertraut, die einem lieb sind und die man lange genug kennt. Aber wie in jeder anderen Beziehung sollte man natürlich auch mehr Zeit mit den guten / positiven Erlebnissen verbringen - ein gemeinsames Frühstück, eine Feier, was weiß ich. Da sein, teilnehmen, teilhaben.

Ich finde es jedenfalls sehr schade, daß die tendenzielle gesellschaftliche Entwicklung dahin geht, daß man nur noch im Streß ist, jeder sich selbst am nächsten ist und kaum einer Freundschaften pflegt.

Liebe Grüße, Michse
 
Hallo Michse,

ist das so? Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit FB usw. gar nichts am Hut habe.

Wenn ich von meinen Freunden etwas will - oder sie von mir - dann telefonieren wir. Über Internet oder Mail geht das nicht so einfach.

Es ist für mich ganz klar, dass auch für Freundschaften der schöne Spruch gilt: 'in guten wie in schlechten Tagen'.

Alles andere ist keine Freundschaft für mich. Mit den Leuten, mit denen ich weinen kann, kann ich auch lachen.

Das gehört alles zusammen.

Aber es mag sein, dass das auch an meiner Generation liegt. Immerhin bin ich schon über 50 Jahre alt. Die Zeiten ändern sich schließlich.
 
Hallo Clara, ich sehe das genauso. Allerdings bin ich ja auch schon 45. Ich erlebe es nur immer wieder, daß man denkt, es könne sich eine Freundschaft entwickeln, aber man darf beim Parkett legen helfen oder mit dem eigenen Bus was transportieren, aber mal nur so zum Kaffetrinken treffen klappt vor lauter Verpflichtungen nicht. Und das finde ich dann schade. Meiner Freundin (Schichtdienst, 450 km entfernt) schicke ich gelegentlich auch mal ne mail, wenn ich mir nicht sicher bin, was für einen Dienst sie gerade hat. Aber das ist ja auch ok. Obwohl ich perönlich ja auch noch echte Briefe verschicke. Altmodischerweise. Finde ich schöner. Und privater.

LG Michse
 
Hallo Michse,

es ist traurig, dass du solche Erfahrungen gemacht hast.

Zum Helfen war ich natürlich auch schon hin und wieder mal eingeladen. Allerdings nur bei guten Freunden. Umgekehrt genauso. Aber eigentlich ist es in unserem Freundeskreis eher üblich professionelle Handwerker zu beschäftigen (bei meinen handwerklichen Fähigkeiten wohl auch besser;)).

Wenn es der "Eintrittspreis" für eine zukünftige Freundschaft sein soll, dann ist das sehr heftig. Mir ist das noch nie passiert. Allerdings kann ich auch weder Parkett verlegen, noch habe ich einen Bus zum Transportieren diverser Gegenstände.

Sowas finde ich einfach nur frech.
 
Hallo, Ihr alle,

als ich heute mit unserem Hund spazieren ging, habe ich so vor mich hin über Freundschaft sinniert. Witzigerweise habe ich dann später diesen Beitrag dazu gelesen.

Auch mein Freundeskreis hat sich durch Umzug, den Wandel der Zeit, den üblichen Veränderungen etc. drastisch reduziert. Allerdings habe ich (was ich noch nie hatte) einige Beschwerlichkeiten, neue Freundschaften aufzubauen. Ich habe mich natürlich nach den Ursachen gefragt und bin unter anderem auf folgendes gekommen:
Ich habe den Eindruck, daß es in der heutigen Gesellschaft eher um "Oberflächliches" geht, auch um Nutzen, ums Gegeneinander-Aufrechnen. Mal einfach so jemandem eine Freude machen oder für jemanden da zu sein scheint unmöglich. Liegt es an der "Like it" Genaeration, die wahnsinnig viele Freunde online hat und keine zwischenmenschlichen Beziehungen mehr braucht ?
Sicher ist eine Freundschaft - wie in jeder Beziehung - auch "Arbeit". Neben dem alltäglichen Geschehen und allgemeinen Problemen ist es manchmal nicht leicht, genug Zeit dann zu finden, wann sie benötigt wird. Aber es geht ja nicht darum, daß eine Freundin / ein Freund nur dann gefragt ist, wenn es einem schlecht geht, aber gerade dann braucht man wen, bei dem man sich mal "auskotzen" kann oder der einem den Kopf wieder gerade rückt. Und das geht nur bei Menschen, dennen man vertraut, die einem lieb sind und die man lange genug kennt. Aber wie in jeder anderen Beziehung sollte man natürlich auch mehr Zeit mit den guten / positiven Erlebnissen verbringen - ein gemeinsames Frühstück, eine Feier, was weiß ich. Da sein, teilnehmen, teilhaben.

Ich finde es jedenfalls sehr schade, daß die tendenzielle gesellschaftliche Entwicklung dahin geht, daß man nur noch im Streß ist, jeder sich selbst am nächsten ist und kaum einer Freundschaften pflegt.

Liebe Grüße, Michse
 
Guten Morgen Allerseits:)

so hat jeder seine eigene Meinung und Michse spricht mir fast aus der Seele!

Ich finde es jedenfalls sehr schade, daß die tendenzielle gesellschaftliche Entwicklung dahin geht, daß man nur noch im Streß ist, jeder sich selbst am nächsten ist und kaum einer Freundschaften pflegt.

Puh, klingt ziemlich hart und verbittert , aber einerseits seh ich das genauso...liegt sicher mit daran, wie sehr man schon enttäuscht wurde , oder die Erwartungshalltung einfach zu hoch angesetzt hat...

Geben und Nehmen, manche nehmen immer nur, können vielleicht aber auch nicht soviel geben, weil sie es nie gelernt haben?!!

Weißt du Michse, immer da zu sein für andere, Gefällig zu sein, sich quasi für andere opfern ,das bringt immer Unzufrieden mit sich, die Erfahrung hab ich zu oft gemacht, irgendwann stumpft man ab.

Allerdings möchte ich das nicht!!!

Ich versuche die Menschen so zu nehmen wie sie sind;)

Im übrigen verschicke ich auch noch "echte Briefe:D, musst ich glatt bei schmunzeln...

Ihr habt mir hier ein wenig die Augen geöffnet, ich seh das alles ein wenig gelassener.

Liebe Grüße Ihr Lieben...
Silviy
 
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Hallo, Ihr alle,

es gab Zeiten, da war ich echt verbittert über diese Feststellung und fragte mich, wer ist hier der "Geisterfahrer" mit seiner Einstellung, ich oder die anderen. Mittlerweile seh ich es lockerer (Wandel der Zeit ???) und genieße meine wenigen WAHREN Freunde umso mehr. Und wenn dann doch mal das Gefühl aufkommt, meine Bereitschaft für andere einzuspringen wird "ausgenutzt", dann schränke ich es ein, bevor Unmut aufkommt. Z. B. bei einer alleinerziehenden Mutter in der Klasse meines Sohnes: da fiel unerwarteterweise Unterricht aus ohne Vertretung und ich habe ihren Sohn dann mitgenommen (Tagesablauf geriet dadurch durcheinander, aber ok) Blöd fand ich dann nur, daß sie mich gleich noch bat einkaufen zu gehen. Kann man doch super machen mit den beiden, oder ? Hä ???? Da hab ich dann auch gesagt, Nö, geht nicht. Da das jetzt spontan öfter mal für mich unpraktisch ablief, halte ich ich da jetzt auch eher bedeckt. Einseitig ist dann nicht wirklich freundschaftlich, finde ich. Wobei ich darauf bestehe, dass ich nicht alles gegeneinander aufrechne. Mal hat in einer Freundschaft der eine mehr, mal der andere.

Schönen Abend noch, Michse
 
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