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Hat das Leben einen Sinn und wenn ja, welchen?! die Antwort ist JA!

Dieses Thema im Forum "Sinnsuche" wurde erstellt von ArsVivendi1957, 25 April 2016.

  1. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

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    geehrte Asirik - geehrter Ritter Omlett!
    Eure beiden Beiträge sind voller Erfahrung, voller Weisheit und vor allem sehr tief menschlich spürend, dass das geschenkte Leben gelebt sein sein soll. Nicht umsonst nenne ich mich Ars Vivendi, denn hinter diesen lateinischen Wörtern steckt die Bedeutung, "die Kunst das Leben zu meistern und zu geniessen". Habe ich sicherlich auch schon in einem anderen Beitrag geschrieben und warum ich es nochmals erwähne ist, dass die Furcht vor dem Leben und die Furcht nach dem Leben mit Bestimmtheit keine Religion ernsthaft lösen kann. Schall und Rauch ist sie die Religion und die Vernebelung par Exellence. Die Religion ist das Opium der Menschheit....was für ein weiser Spruch der von keinem geringeren abgefasst wurde als von Karl Marx, der definitiv missinterpretiert wird in seinem Hauptwerk "das Kapital". Jeder, der sich von der "Schlacke" Religion säubern konnte, ist gerade dieses Buch eine wahrlich Aufklärung im ökonomischen Bereich, wie aber auch im menschlichen Bereich. Das Buch ist zwar nicht einfach zu lesen und erinnert mich an Immanuel Kant, der schrieb ja auch in einem sehr "beschwerlichen" Text, aber der Kern kommt raus. Wenn der Glaube und die Religion wirklich für die Menschen den Segen sein sollten und zwar zu allen Fragen der jeweiligen Existenz, dann ist meine Konklusion daraus, dass es weder die Schriften noch die Menschen einigermassen damit umgegangen sind. Kläglich, unglaublich, dumm, einfältig und das Machtinstrument schlechthin und dies für die Blindgläubigen und für die Verblendeten.......! Auch die einzige offizielle Weltregion des Buddhismus, welches eine philosophische Schrift ist, ist mit den 4 edlen Wahrheiten auf die den Durchgang des jetzigen Lebens basierend und das kann es nicht sein, dass wir das einzigartige und wunderbare Leben vergeuden, indem wir auf die Reinkarnation hin leben......und dies mit Demut, darum hat diese Religion so viele Anhänger. Auch und vor allem in den westlichen Industrieländern. Religion ist und bleibt das wahre Gift zur persönlichen Entwicklung des Individuums. Punkt - Basta! Der Eindruck entsteht jetzt natürlich, dass ich zwar meine Überzeugung habe, aber respektlos bin....das stimmt, denn das "Herumplätschern" muss sein Ende finden und dazu kann ich nur das kämpferische philosophische Buch von Friederich Nietzsche empfehlen, nämlich"also sprach Zarathustra" Der nihilistische Prozess ist notwendig, damit die Läuterung des eigenen Ichs seine Tiefe erlangt, von welchem es bergaufwärts geht. Natürlich gibt es einen anderen Grund, warum ich in dieser Art meinen obigen Text abgefasst habe, denn der Beitrag von FitundHeil, hat mich in Rage gebracht und zu einem stetigen Kopfschütteln, mit wie viel Energie und Blindheit dieses "Statement" geschrieben wurde....!

    Nun die Antwort und Frage von Ritter Omlett zu beantworten, ob die Sandburg für den Einen sinnvoll ist und für den Anderen sinnlos. Beide haben recht, denn nur wer etwas einen Sinn gibt, sieht in diesem den Wert es zu tun und das ist für mich die einzige Erklärung. Das eigene tiefe ich und damit meine ich das Denken und Fühlen, sind die wahren Quellen des Seins und auch des Wohlseins! Ein Bespiel meinerseits, ich liebe die klassiche Musik, weil ich entdeckt habe, dass mir diese Art von Musik bis zu meiner Seele und Herz durchdringt. Die Achtsamkeit seiner selbst und diesen Weg zu begehen, das ist eine wesentliche Voraussetzung dazu. Hört sich banal an, aber würde ich mein Umfeld dazu befragen, stosse ich nie auf das Potenzial in mir, welches in mir ist. Nosce te ipsum = Erkenne Dich selbst, das ist der Weg zu sich und dieser geht durch Gefühle und Bewusstsein. Keines von Beiden ist isoliert und somit die Kraft des Denkens ist nur die Hälfte wert, wenn ich meine Gefühle nicht beachte noch miteinbeziehe. Den eigenen Weg finden und diesen Weg zu begehen ist das Ziel und dass die Ambivalenz wie auch die Polarität sich da mit einnisten, das liegt auf der Hand. Den Beitrag von Asirik miteinbeziehend, ja das ist eine wesentliche Aussage, wie auch Tatsache, dass die Mutation und auch die individuelle Evolution eine stetige Reise ist und dazu liebe ich die Entelechie von Aristoteles, welche das Potenzial und deren Aktualität sehr gut widerspiegelt, indem nämlich das wahre individuelle Potenzial eine wahre Entdeckungsreise ist und unendliches individuelles Potenzial in sich hat.

    Keine Kraft kann dir die Schönheit und das sinnvolle Leben geben noch schöpfen, ausser Du nimmst Dir Dein Leben in die Hand und ahhhh wie wunderbar und schmerzhaft das Leben doch ist. Keines kommt ohne das Andere aus und somit endet dann irgendwann mal die Reise für jedes Individuum und Ruhe kehrt ein, nämlich auf Ewigkeit und das kennen wir ja schon bereits, nämlich vor unserem Leben waren wir auf ewig nicht existent und nur dieses kleine Fünkchen dass das Leben ist, hat uns zum Tun und zum Erleben erweckt...... Wunderschönes Gefühl, dass dieses kleine Fünkchen so lebhaft und interessant gestaltet werden kann......

    Amor Fati als Schlusssentenz und bin ja gespannt auf die kommende Reaktion und Beiträge!
    Hochachtungsvoll, ArsVivendi - Richard
     

    Anhänge:

  2. Asirik

    Asirik Well-Known Member

    Hallo ArsVivendi,

    danke für Deinen intensiv geschriebenen Beitrag zum Thema. Ich war auch "sprachlos", als ich las, was fitundheil zu sagen hatte. Aber wütend hatte er mich nicht gemacht, denn jeder soll nach seiner Fasson selig werden. Wenn ich die Meinung anderer nicht teile, dann schweige ich lieber, denn diskutieren bringt nichts.
    Für mich war lange Zeit der Buddhismus die einzige "Religion", die ich akzeptieren konnte. Doch seit 4 Jahren verfolge ich mit Staunen und teilweise Entsetzen, was sich in Thailand abspielt. Immer wieder schockieren dort Schlagzeilen die Bevölkerung, dass Mönche sich skrupellos bereichert haben oder andere schlimme Dinge anstellen wie z.B. die illegale Haltung von Tigern neben ihren Tempeln. Es wurden u.a. mehrere Föten von Tigern in Einmachgläsern entdeckt.

    Es sind eben nur Menschen wie wir, die den Versuchungen des Geldes nicht widerstehen, obwohl sie alle ein Armutsgelöbnis ablegen müssen. - Wir wissen ja, welche Schandtaten einige unserer christlichen Gottesmänner in der Vergangenheit und Gegenwart verübt haben. Ganz zu schweigen vom Islam mit seinen teilweise radikalen Anhängern.

    Meine eigene Philosophie war immer und wird es bleiben: verlasse dich möglichst nicht auf Hilfe von außen sondern hilf dir selbst. Zahlreiche Versprechen der Medizin und anderen Institutionen locken die Menschen in die Falle, wenn sie blind glauben, was ihnen vorgegaukelt wird.
    So habe ich nie irgendeine Versicherung abgeschlossen, nur zwangsweise in den letzten Jahren eine Krankenversicherung, nachdem ich mich wieder in Deutschland angemeldet hatte.

    Je älter ich werde, desto mehr durchschaue ich die Manipulationen der Wirtschaft, Politik u.a. Unabhängigkeit war immer meine Devise, und bis jetzt bin ich gut damit gefahren.

    Es ist schön, Kinder und Enkel zu haben, denen ich etwas hinterlassen kann. Und zu wissen, dass ich mein Bestes getan habe, damit sie für die schwierigen Zeiten, die auf sie zukommen, gut vorbereitet sind. Noch bleiben hoffentlich einige gesunde Jahre, in denen ich weiter Neues entdecken und mich nützlich machen kann.
    Wenn viele meiner Altersgenossen krank sind oder sterben, kann ich nur dankbar sein, dass mir bislang ein solch trauriges Schicksal erspart geblieben ist. - Und mich weiter gesund ernähren mit viel Bewegung, damit es noch lange so bleibt.

    Dies ist mein banaler Beitrag zu einem wichtigen Thema, das jeder für sich selbst klären muss.

    Es grüßt Dich
    herzlich,
    Asirik.
     
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  3. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

    geehrte Asirik:)
    Ein wahrlich spürbarer Beitrag den Du da abgefasst hat, der auch unter die Haut geht, weil er authentisch ist und deshalb spürt man jedes Wort und jeden Satz! Das Banale ist das Einfache und die Schönheit, wie oft auch die Wahrheit, liegt in der Einfachheit!
    Wieso mich der Beitrag von FithundHeil in Rage gebracht hat, das hat seinen Grund, indem die Dogmatik -aus welchem religiösem Töpfchen auch immer- Menschen irreleitet und potenziell weitere Menschen irreleiten lässt. Vergleichbar mit dem Schneeballsystem, das zwar nicht religiös ist, aber trotzdem nach dem gleichen Muster funktioniert, Blendung, Verblendung und Irreleitung von menschlichen Trieben wie die Sucht, Gier, Angst und vieles mehr. Da ich im tiefsten Herzen ein gebender Mensch bin, irritiert mich die Irreleitung und ich möchte denen Helfen die es nötig haben und die Irreleitenden in die Schranken zu weisen. Don Quijote lässt grüssen, aber wenn im eigenen Charakter diese Eigenschaft vorhanden ist, dann kann ich mit dem "nur" leben und versuchen damit umzugehen......!
    Deine Lebensphilosophie ähnelt dem ZEN und den kann man ja nicht als dogmatisch bezeichnen noch brandmarken. Das lese ich so aus Deiner geschilderten Lebensweise und auch ich fühle mich wohl auf diesem Weg. Ein Buch dass mich auf diese Lebenseinstellung inspiriert hat, war von Hermann Hesse geschrieben und zwar "Siddharta". Seine letzte Erkenntnis nach der Wahrheit, führte ihn zu seiner eigenen Wahrheit, indem er mit Freude und Demut in den Fluss schaut und seine Seele spürt, wie auch, die Reflektion aus sich heraus. Was für ein Gefühl. Die Weiterentwicklung meinerseits war die Erkenntnis, dass je weniger Materielles ich besitze, umso mehr kehrt die Ruhe und Zufriedenheit in mir ein. Und so sind wir wieder beim Banalen, das überhaupt nicht banal ist, sondern die Erkenntnis der eigenen wahren Schönheit, dass sie im einfachen liegt;)
    Ja ich könnte noch viel darüber schreiben, möchte aber zuerst eine "kleine" Rückmeldung ob dies erwünscht ist und auch aufbauend, Erläuterungen und Erweiterung dazu, die von Dir und natürlich von Euch lesenden kommt.

    bis dahin, Richard who admires Ars Vivendi:whistle:
     
  4. Ritter Omlett

    Ritter Omlett Well-Known Member

    Schönen Vormittag, ich freue mich über die Möglichkeit des Austausches von persönlichen Lebensphilosophien und über Erkenntnisse.

    Meine Erkenntnis dazu ist, dass jede Erkenntnis etwas ganz persönliches ist, dessen Wahrheit für sich selber Wahrheit ist, diese aber nicht uebertragbar ist, denn jeder Mensch empfindet anders, jeder Mensch fühlt und bewertet Situationen anders.

    Mut ist eine wichtige Eigenschaft. Mut zu sich selber zu stehen, seine Erkenntnisse zu leben zu fördern. Mut seinen Weg zu gehen, sich zu entwickeln. Diese Themen begleiteten mich auch schon ein Leben lang.

    @ArsVivendi1957
    Ich lese gerne deine Beiträge, ich lese sie auf alle Fälle.
    Du schriebst, deine Erfahrungen sind, je weniger du materielles besitzt, desto mehr Ruhe kehrt ein.
    Darueber möchte ich einiges schreiben, denn Besitz ist etwas mit dem ich mich auseinandergesetzt habe.

    Meine Erkenntnis, Besitz ist wunderbar, Kein Besitz ist wunderbar
    Ich sage dazu immer, der Nachteil kein Haus zu besitzen, ist es, kein Haus zu besitzen. Der Nachteil ein Haus zu besitzen ist, ein Haus zu besitzen.

    Für mich selber ist Besitz der Zugang wie ich es betrachte. Als Beispiel, ich lebe in einer materiellen Welt, mir ist bewusst, dass materieller Besitz nur von begrenzter Dauer ist, doch für die Dauer meines Lebens möchte ich Besitz geniessen und darüber mich erfreuen.Es ist mir bewusst, dass Besitz gehegt und gepflegt gehört und es benötigt Energie auf Besitz aufzupassen, auch manchmal Ängste ich könnte diesen verlieren, aber ich bekomme die Energie retour ich besitze etwas, ich bin stolz darauf, ich lebe schließlich in einer materiellen Welt.

    Ein anderes Beispiel
    Ich besitze wenig. Doch kann ich daraus vielerlei Vorteile ziehen und diese ganz bewusst geniessen. Ich habe mehr Zeit für mich selber und keine Angst, denn was ich nicht habe, kann ich auch nicht verlieren. Über Besitz den ich nicht habe und daher auch nicht weitergeben kann,wird sich darüber auch niemand streiten können. Das können eventuell die beruhigenden Vorteile sein, die du verspuerst, wenn du schreibst, je weniger materellies ich besitze, desto ruhiger fühlt es sich an.

    All diese Beispiele bedeuten, dass Glück immer ein persönliches Empfinden ist, Erkenntnisse, die fortlaufend immer Änderungen mit sich bringen, wie ich Dinge sehe.

    Und wie beschrieben, seine eigene Wahrheit zu erkennen.Dabei sage ich immer, jeder Mensch trägt sein Buch seiner persönlichen Lebensphilosophie mit sich selber viele Geschichten und vielleicht ist es ein kleines Glück, dass man sich gegenseitig schenken kann, einander sich auszutauschen, wie man denkt, wie man
    empfindet.

    LG
    Ritter Omlett
     
    Clara Clayton gefällt das.
  5. Asirik

    Asirik Well-Known Member

    Hallo ArsVivendi und Ritter Omlett,

    schön, dass Du Dich auch mal wieder gemeldet hast, Ritter. Zum Thema Besitz habe ich meine eigene Theorie.
    Früher, als die Kinder noch bei uns wohnten, war es wichtig, ein eigenes Haus zu haben. Nachdem ich später "ausgewandert" bin, viele Jahre in Südamerika und anderen Kontinenten lebte, reiste ich mit leichtem Gepäck und lebte genügsam. Die Freiheit war mir wichtiger als der Besitz.
    Auch hat mich die Begegnung mit den fremden Kulturen erkennen lassen, wer ich wirklich bin und was ich vom Leben erwarte. Es war die Ars Vivendi in der Praxis und weniger aus den Büchern.
    Komischerweise kümmerte ich mich nie ums Geld. Es lief mir hinterher. Mit einer kleinen Erbschaft im Rücken fing ich an, Immobilien zu kaufen und diese zu renovieren, um sie dann mit Gewinn zu veräußern. Es war eine Zeit des wirtschaftlichen Aufstiegs in Südamerika, die unwiederbringlich verloren ist.

    Ich halte es wie die Schotten: sie sind nicht geizig sondern sparsam für sich selbst, jedoch großzügig für ihre Freunde und Familie. Es war mir immer wichtig, anderen helfen zu können. Nicht nur materiell, eher spirituell.

    Es ist doch ein wundervolles Gefühl, am Ende des Lebens sagen zu können, ich würde es genauso wieder leben wollen, mit allen Höhen und Tiefen der Existenz.

    Einen schönen Tag Euch beiden,
    LG Asirik.
     
  6. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

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    Geehrter Ritter!
    Gerührt von Deinem letzten Absatz, kann ich nur bestätigen, dass mich die Beiträge von Dir und Asirik wahrlich als eine Glücksempfindung tief in mir empfinde!
    Ich stimme Dir vollends zu, dass das Absolute nur im Individiuum selbst steckt und es zu entdecken gilt was einem glücklich macht. Jeder schreibt seinen eigenes Buch und die Rezeptur dazu bist Du selbst. Gerade aus diesem Grunde sind die dogmatischen Religionen pures Gift für die Persönlichkeit, welche uns doch Gott geschenkt hat........ Bitte nicht erschrecken wenn ich da Gott ins Spiel bringe, denn ich meine damit nicht die weltlichen Religionen, sondern Baruch Spinozas Definition, die lautet:

    Wenn Gott die Natur ist, dann ist die Natur Gott!

    Pantheismus, ja da kann ich mich anfreunden und fühle unsere gerechte Vergänglichkeit, denn jedes Lebewesen hat genau die exakt gleichte Bedeutung und Wert, wie wir es Menschen sind und haben. Das ist keine Dogmatik, sondern für mich eine sehr persönliche Erkenntnis, welche in mir eine tiefe Ruhe erzeugt.
    Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, es gilt ihn einfach zu entdecken und zu begehen. Wie einfach sich das anhört und wie aufwendig er doch ist......Mut ist mit Garantie eine Eigenschaft die dazu gehört und meine persönliche Meinung dazu ist, dass es Ehrlichkeit mit sich selbst voraussetzt, denn sonst verliert man sich im Materialismus und im Status, was wenig mit der tiefen und wahren Person zu tun hat. Dazu fällt mir immer wieder die Maslowische Pyramide ein, welche doch verständlich die 5 Stufen der Bedürfnisse beinhaltet und wie wenig Subjekte auf Stufe 5 gelangen, weil eben gewisse Ingredienzen nicht kultiviert wurden, verharren SIE zwischen der Stufe 3 und 4. Aber dazu kann ich nur meinen Freund Friederich Nietzsche zitieren, nämlich

    "die ewige Wiederkehr des Gleichen"

    und in meinen Worten> es war immer so - es ist so - und es wird immer so bleiben......!

    Keine Religion und keine Philosophie hat es jemals nur annähernd geschafft, dass die Menschheit selbstständig sich ihren eigenen Weg erschaffen hat und wie erwähnt, glaube ich wird das auch so bleiben. Ansonsten hätten wir Menschen schon lange aus der Geschichte und deren Vorfälle gelernt. Dass dem so nicht ist, ist leider eine Binsenwahrheit.

    Zurück zu Maslowischen Pyramide und wegen dem Materialismus. Erst wenn ich entsagen kann, habe ich die Fessel zu meinem Inneren gelöst und glaube mir, ich habe den Materialismus soweit genossen, bis ich eben zur Erkenntnis kam, dass je weniger ich Besitze umso mehr bin ich bei mir und damit meine ich zu meinem Gefühlen und Gedanken. FREIHEIT PUR UND OHNE ZWÄNGE! Zum Beispiel was ich Dir da so schreibe kommt tief aus mir und es ist ein Hochgenuss Dir Ritter zu antworten. Da ist jedes materielle Streben ein Nasenwasser zu den starken Wohlgefühlen, Dir zu schreiben und natürlich Asirik!
    Um es zu verdeutlichen, gebe ich Dir ein persönliches Bild davon. Ich bin ein einer wohlhabenden Familie aufgewachsen und an Geld hat gar nie gefehlt. Ich war mit meiner exFrau 30Jahre zusammen und hatten reichlich Geld, welches uns mitunter eine 6 monatige Weltreise bescherte und dies nicht mit Autostopp und billigen Absteigen....... Als wir dem grossen Glück Kinden zu haben entgegen traten, haben wir ein Haus mit Swimming-Pool gebaut. Als ich meine exFrau vor 7 Jahren verlassen habe, war dies eine pure Befreiung für mein Wohlsein und für das wunderbare Sein. Dass ich da materiell viel aufgeben musste ist selbstsprechend, aber das eigene Wohlsein war mir einfach zu wichtig und nach 7 Jahren kann ich es mehr als bestätigen, dass ich den richtigen Entschluss für meinen Weg gezogen habe. Übrigens war ich zu diesem Zeitpunkt 52Jahre alt und seit ein paar Jahren habe ich auch wieder ein sehr gutes Verhältnis zu meiner exFrau und wir feiern auch Weihnachten mit unsren Söhnen gemeinsam. 30Jahre ist ein Leben, das man nicht einfach vergessen darf und vor allem die Frucht des Lebens, nämlich meine/unsere beiden Söhne!

    Das steht in meinem persönlichen Lebensbuch von Richard Höhn alias Ars Vivendi und dieses Buch, kann ich als einziger abfassen und seine Bedeutung dazu widmen wie auch danach zu leben. Das Eine oder Andere kann für Mensch wie Dich und Asirik inspirierend sein und ich glaube auch, ein bisschen Staunen über die Offenheit und Offenbarung.....meinerseits tut einfach gut....!

    Ich freue mich sehr von Dir und Asirik bald wieder zu lesen, denn es ist ein wahrer Genuss Eure Beiträge und Antworten zu lesen!
    Hochachtungsvoll, Richard alias Ars Vivendi
     
  7. Ritter Omlett

    Ritter Omlett Well-Known Member

    Guten Abend allerseits

    Habe den letzten Beitrag mehrmals durchgelesen und konnte mich, so glaub ich zumindest, recht gut einleben darin.
    In deinem erstem Absatz hättest du geschrieben, nicht erschrecken wenn ich Gott ins Spiel bringe.

    Ich habe eine Zeit lang darüber nachgedacht was eigentlich mit Gott gemeint ist und kann den Satz wenn Gott die Natur ist, so ist die Natur Gott aus meinen persönlichen Erkenntnis sehr gut verarbeiten.

    Nur kurz zusammengefasst, für mich war zu Beginn Energie, die in der Lage gewesen ist, Bausteine für das Leben zusammenzufügen. Als ich einmal wieder darüber las, wie eine Zelle gebaut ist, war ich davon über zeugt, dass zB eine Zelle und dessen Mechanismus nicht aus Zufall selbst zusammengebaut hat, ich halte es für unmoeglich. Ich denke so eine Energie ist vorhanden, aber auch nicht mehr und weniger und tatsächlich auch nicht mehr und weniger. Somit ist die Natur eine treibende Kraft, aus meiner Sicht und der Mensch, ueberhaupt alles Lebendige einfach der Bestandteil der Natur der Ursprungskraft. Hier belassen ich es auch wieder es wird alles sonst zu lange.

    Zum Thema Wohlstand, Besitz, dachte ich mir am Wochenende etwas, inspiriert von einer Bank aus den Wald betrachtend. Ich dachte mir, was bedeutete für den Mensch ganz zu Beginn Wohlstand, wann begann er, ab wann redetete man von Besitz ab wann redete man von arm oder reich und was versteht man darunter, aber davon ein andermal, sonst wird alles zu lange.

    Zum Beispiel bezeichne ich auch Gesundheit als Wohlstand, gesund zu sein bedeutet für mich Wohlstand und ich sage mir zum Glück besitze ich derzeit Gesundheit, wie lange weiss ich nicht, aber es ist ein Umstand den ich unbedingt enorm gross schaetze.

    Ich schreibe in den nächsten Tagen etwas ausführlicher.
    Inzwischen liebe Gruesse
    Ritter Omlett
     
  8. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

     
  9. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

    geehrte Philosophin, geehrter Philosoph!

    Wenn Lebensfragen Philosophie ist, dann ist Philosophie sich dazu Fragen des Lebens zu stellen und deshalb erlaube ich mir Euch beide Philosophen zu nennen als auch so anzusprechen.

    Zu Asiriks Bemerkung, dass das Geld einem nachrannte, brachte mich zum Schmunzeln und nach einer gewissen Zeit habe ich gemerkt, dass es auch mir nach rannte. Es ist solange nachgerannt, bis ich ein schlechtes Gewissen bekam und anfing wahrlich zu spenden und teils auch das Geld an weniger gut situierte Bekannte unter die Armen zu greifen, resp. ich übernahm gewisse Auslagen....... Spinne ich oder steckt was Tieferes dahinter, das mit dem schlechten Gewissen? Ja sehr wohl und wie auch schon geschrieben, dass das zuviele Geld mich in Abhängigkeit brachte, welche mir unangenehm wurde und der Prozess "Reduce it to the Maximum" wurde initiiert. Das war vor ungefähr 15 Jahren und habe mich systematisch zu einem "Diogenes" entwickelt, obwohl ich kein Anhänger von den Kyniker bin....dann schon eher Epikureer, der höchstmöglich und auch als Ziel das Wohlsein ohne Ängste predigte......sorry lebte! Zum heutigen Tag gestehe ich, dass ich es nicht mehr ideell verfolge, sondern nun "muss" ich danach leben und siehe da, es gibt ab und zu Widersprüche in mir, indem ich gewisse materielle Wünsche habe, aber nicht mehr erfüllen kann......Was ist ein Mensch ohne Widersprüche.........wahrscheinlich kein ehrlicher Mensch, denke ich. Nichtsdestotroz ist das tief empfundene Wohlsein im Sein für mich das Wahre und dazu kann ich ins Bild setzen mit einem meiner Lieblingsphilosophen, nämlich Jean-Jacques Rousseu, welcher zu seinem Lebensende das Werk "Les réveries d'un Promeneur solitaire" und zu Deutsch " Die Träumereien eines einzelnen Spaziergängers". Stundenlang spazierte JJR um Paris umher und hatte dazu immer ein Thema, welches er im dialektischen Prozess durchhandelte. Das ist meine Welt, nämlich die Pracht der Natur und die Abhandlung eines spezifischen Themas, welches mich beschäftigt, aber nicht in kurzen Gedankengänge zu einem Verständnis oder zu einer Lösung bringt. Hingegen bei ausgiebigen Spaziergängen in der Natur, wirkt dieser Gedankenprozess Wunder.

    Zum Universum, zur Natur und somit zu uns, ja ich sehe sehr wohl das Ganze ebenfalls mit einer Energie an, welche seit IMMER existiert und die metaphysische Frage, von wo die Energie kommt, werfe ich ganz einfach das Handtuch weg und gebe mich der Frage der Fragen zufrieden, dass es eben schon immer so war und weiteres Fragen woher für "non sens" deklariere. Eventuell wird sich diese ur-Frage in meinem Sterbensprozess auflösen, denn ich weiss, dass unterhalb unseres Bewusstsein enorm viel Wahrheit in uns steckt, welche durch Fühlen und Denken nicht erreicht werden kann. Diese Ebene kenne ich vom Tod meines Vaters, als ich 26 Jahre alt war und kein Ahnen und Denken kann diesen Moment des Todes beschreiben...Erst als es passierte, dann ging die Post der Gefühle und Gedanke in Dimensionen vor sich, die wahrlich unglaublich stark, hell, zerreissend, aufrüttelnd und noch vieles mehr war.....! Auch die Geburt meiner Söhne lässt sich nicht im Voraus Denken, Ahnen oder was auch immer, erst im Moment wo das Kind zur Welt kommt, überkommt einem eine solche Welle, oder sogar Tsunamivon Gedanken und Gefühlen, die unglaublich sind......! Ja auch die Liebe ist so ein Ding der unmöglichen Vorausahnung ,was SIE mit einem anstellt.....Hatte nach der Trennung/Scheidung eine Frau getroffen, welche mit der Affäre Richard Burton vs. Liz Taylor vergleichbar ist, nämlich "Amour Fou"!!! Zu der Liebe noch dies, als ich Göethes Werk " Die Leiden des jungen Werther" lies, habe ich gestaunt, wie wahnsinnig die Liebe ist, welche den Werther in den Tod trieb.......... Ich lebe noch, hatte aber unglaubliche Aufwände betrieben, damit meine "Amour Fou" endlich zu Ende ging, denn mit einer Borderliner ist es nicht ganz einfach zu leben, resp. sogar unmöglich.......!

    Ob Gesundheit Wohlstand ist oder eher Reichtum ist für mich nicht von Bedeutung, aber dass es die beste Investitionsanlage schlechthin ist, das ist wohl wahr und wie!!!! Mens Sana in Corpore Sano und somit ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, ist eine Voraussetzung und somit auch ein Prämisse um im Wohlsein zu sein als auch zu leben!

    Wir werden ja noch viele voneinander lesen und entsprechend auch schreiben und deshalb beende ich nun meinen Exkurs. Ich versuche das Geschriebene auf eine Voice-Datei zu speichern und wünsche mir, dass IHR auch mal meine Stimme hören könnt!
    Bis dahin alles Liebe und Gute EUCH wünschend! Richard alias Ars Vivendi
     
  10. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

    konnte leider die Sprachnachricht nich hochladen.......
     
  11. Asirik

    Asirik Well-Known Member

    Hallo Richard,
    die "Amour fou" kenne ich auch, habe Ähnliches erlebt in meiner Vergangenheit. Ungewöhnliche Menschen üben eine große Faszination aus, aber ein Zusammenleben auf Dauer gestaltet sich als schwierig, wenn nicht unmöglich. Eine solche Begegnung ist eben eine große Bereicherung, und die Erinnerung bleibt für immer ein Teil meiner Geschichte.

    Ich habe in Südamerika zwei Häuser gebaut - damals war alles sehr preiswert und einfach - und sie an eine Organisation verschenkt, die sich um Straßenkinder und alte, kranke Arme kümmerte. Es hat mich nie gereut, und auch meine Kinder waren froh, dass sie sich nicht auch noch um Besitz in Übersee kümmern mussten.

    Damit komme ich wieder auf das Thema Glück zurück. Was wird uns "vom Schicksal" geschenkt, und was ist unsere eigene Entscheidung im Leben. Wir können uns nicht aussuchen, in welche Familie wir hinein geboren wurden. Die Beschäftigung mit der Astrologie hat mich zu der Erkenntnis gebracht, dass vieles vorbestimmt ist. Wo bleibt da der Freie Wille?

    Es geht darum, das Beste aus den gegebenen Umständen zu machen, also das Potential, das uns geschenkt wurde, voll auszuloten und weiter zu entwickeln.

    Leider musste ich während meines langen Lebens feststellen, dass viele Menschen nicht in der Lage waren, sich gegen einengende Verhältnisse zu wehren. Sie konnten ihr Potential innerhalb der gesetzten Grenzen nicht ausschöpfen. Sie hatten nicht den Mut oder die Kraft, - oder das Urvertrauen, -ins Unbekannte aufzubrechen.

    Manche meiner Freunde bekamen Krebs oder andere Krankheiten, die für mich Zeichen waren für eine unerfüllte Sehnsucht nach einem anderen Leben. Einige wie ich brachen in der Mitte ihres Lebens (bei der Mid-Life-Crise) zu neuen Ufern auf, weil sie spürten, dass sie zu mehr fähig waren als nur in dem von der Gesellschaft vorgegebenen Rahmen zu existieren.

    Das wichtigste Gut war für mich die Freiheit. Sie ist nicht absolut sondern nur relativ, aber eben leb-bar, auch wenn die Umwelt sie oft zu verhindern sucht. Meine Kinder sind an meinem Ausbruch aus den Konventionen zuerst gescheitert, doch später daran gewachsen und eifern nun ihrer Mutter nach. Insofern bereue ich nichts und werde - hoffentlich - mit einem Lächeln von dieser Welt gehen.
    Einen lieben Gruß,
    Asirik.
     
  12. Ritter Omlett

    Ritter Omlett Well-Known Member

    Guten Abend allerseits, an alle

    @Schoenen Abend ArsVivendi, Asirik
    In deinen Zeilen konnte ich Übereinstimmungen finden. Witzig fand ich, dass ich an der Stelle, woher kommt die Energie gleichfalls das Handtuch geworfen hatte jedoch ein paar Erkenntnisse als Hobbyphilosoph für mich beschrieben habe.

    Etwas was man ohne Ergebnis zurück fragen kann zB. Woher kam die Energie, der Energie, der Energie und nie zu einem Beginn kommt, nennt man Ewigkeit. Ich gehe davon aus, es gab etwas ewig und es wird etwas ewig geben. Es ist im Prinzip einfach, jedoch mit meinen Gehirn als Vorstellung nicht verwertbar.

    Jedoch erkenne ich ein gewisses Konzept des Kommend und Gehens, so ist die Zelle aufgebaut, so das ganze Universum, Planeten sterben, Planeten gehen.

    Ich persönlich halte es als Zufall, ob jemand arm oder reich, jemand eine gute Gesundheit hat oder nicht, jemand Glück oder Pech hat etc etc etc

    So gesehen habe ich ein paar Grundrisse formuliert.

    Zum Thema Glück empfinden eine kleine Geschichte aus einer wahren Begebenheit meines Lebens und ohne damit etwas sagen zu wollen.
    Ich begleiteten meinen besten Freund auf dem Wege, als er an Krebs erkrankte. Er entwickelte, zumindest von aussen hin und gefühlt mir gegenüber eine Lebensphilosophie, die mich in Staunen versetzte. Wir gingen oefters spazieren und er genoss Dinge intensiv, die für mich selbstverständlich waren.

    Einfach gehen zu können, zelebrierte er als unfassbares Geschenk, so wie die Sonne im Gesicht auf einer Parkbank. ich denke heute noch sehr oft an seine Worte, geniesse, geniesse, jeden Tag so oft du etwas geniessen kannst.

    Er verwunderte mich, seine Aussichten waren sehr schlecht und er entwickelte scheinbar ein Konzept immer nur den Tag zu geniessen.
    Auch bei anderen mir sehr nahestehenden Menschen, sah ich Gluecksempfinden, welches man so kaum wahrnimmt. Einfach etwas in der Wohnung herumzugehen ein bisschen Fernsehen, etwas Zeitschriften lesen zu können, bedeuteten paradiesische Zustände.

    In diesen schwierigen Zeiten konnte ich vieles mitnehmen und endlos viel berichten. Schmerz, Glück, Unglück, Hoffnung und Nicht Hoffnung waren ein Wechselbad von Gefühlen und Ansichten, die ich nicht für möglich gehalten und die ich teilen durfte, auch wenn oft schmerzlich war es auch Glück nur anders gefühlt unter schwierigen Voraussetzungen.

    Vielleicht sind es auch einfach Geschichten, Geschichten von Menschen, die ich auch hier lesen darf, teilnehmen darf und alle doch irgendwie in das Thema fallen, die Kunst, dass Leben zu meistern und zu geniessen.

    Ich durfte in schwierigen Zeiten des Abschiedes auch lernen und sehen, dass ein Leben zu meistern und zu geniessen von Menschen vorgelebt wurde, die, rein aus meiner Sicht, ganz persönlichen Sicht nichts zu Geniessen hatten, irgendwie waren es in irgendeiner Art und Weise Lehrmeister.
    Gleichzeit war es Schmerz und Glück gemeinsam, Wegbegleiter sein zu dürfen.

    Mit diesem Posting wollte ich so nichts spezielles mitteilen, sondern einfach ein bisschen was aus meinem Leben erzählen.


    Liebe Gruesse
    Ritter Omlett
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 August 2016
  13. ArsVivendi1957

    ArsVivendi1957 Active Member

    Guten Tag an alle, die meine Zeilen lesen und welche ebenfalls die bedeutungsvollen Worte-Sätze von dem Philosophen Ritter Omlett und von Asirik lesen.
    @Philosoph Ritter Omlett
    Dass das Universum schon ewig existiert, das kann man sich nicht vorstellen, ausser man schafft es "einigermassen", dass man aus dem Denken die Elemente Raum und Zeit auslässt. Ein kleines Licht des Verständnisses baut sich auf, aber schon sehr bald sind wir wieder mit Raum und Zeit im Denken behaftet. Hat das mit unserem zeitlichen Konstrukt zu tun, indem wir in einem Organismus leben, der einen Anfang und ein Ende hat.....? Sehr wahrscheinlich schon und für mich auch nachvollziehbar, dass genau aus diesem Zustand des zeitlichen Seins, wir die obere Ebene der Ewigkeit nicht wirklich verstehen können. Dazu hat der Mensch ja die Götter erschaffen, indem durch diese künstliche Brücke, wir zu Gott kommen.......Was für ein Trugschluss und was für eine Vergeudung des wundervollen und einzigartigen Lebens, dass wir "meistern und geniessen" können. Wir Menschen sind ja im Moment die einzigen Organismen, welche überhaupt reflektieren können, aber trotzdem dem befristeten Organismus angehören. Wie einfach es da doch die Ameise hat........ Aber genau das ist für mich der Punkt, dass ich als Mensch es zwar verstehen kann, dass ich lebe, aber auch weiss, dass ich ein Teil des befristeten Organismus bin resp. wir sind....! Wie auch von mir schon erwähnt, kann es sein, dass im Sterbensmoment das Licht des Verständnisses kommt. Kann sein, muss es aber nicht, denn schon im einzigartigen Leben, ist es eine Faszination überhaupt zu leben. Somit komme ich zu Deinem sehr schönen und ergreifenden 2ten Teil Deiner sehr geschätzten Abhandlung, und zwar über den Sinn und Zweck des Lebens, welches die Wertschätzung jedes einzelnen Moments, eines Freundes von Dir, der Krebs hatte, mitzuerleben und das Staunen Deinerseits darüber, wie er damit umgegangen ist. Das Carpe Diem hat sehr viel Wahrheit in dieser Zeit unseres Lebens. Letzthin habe ich über die Auswirkungen von Ereignissen geschrieben, welche in meinem Leben durch den Tod meines Vaters, durch die Geburt meiner Söhne und dann die unglaubliche Liebe erfahren konnte. Ich bin der festen Meinung, dass dies, auf seine Art, Deinem Freund passiert ist, nämlich die Diagnose Krebs, muss ein solcher Schlag ins Leben rufen, der vorgängig weder gedacht, noch gefühlt werden kann. Gerade der "Pendel" der stetigen Ambivalenz in unserem Leben, muss bei Deinem Freund wie eine symbolisch dargestellt Polarität ausgelöst haben und dort liegt eine unglaubliche Lebenskraft, die Dimensionen beinhaltet, welche im sogenannten Strom des Lebens nicht annähernd gedacht und auch nicht gefühlt werden können. Ich glaube auch, dass Dein Staunen und die menschliche Hingabe Deinerseits zu Deinem Freund, eine nicht ahnende Dimension der Gefühle und der Wahrnehmung ausgelöst hat. Somit glaube ich auch, dass solche Zäsuren deutlich erfahren lässt, dass von einem sehr negativen Punkt aus, entsprechend sehr positive Punkte ebenfalls sich zeigen und sich auch ergeben. Eigentlich ein Wahnsinn, dass erst aus der Tiefe, die wahre Höhe erklommen werden kann. Aber das ist der Mensch, der es fühlen und denken kann, wenn er will..........und kann....und ehrlich....als auch den Mut aufbringt, solche Herausforderungen anzunehmen!
    Last but not least, Deine Bemerkung bezüglich Glück und Zufall, nämlich Du hast geschrieben:
    Ich persönlich halte es als Zufall, ob jemand arm oder reich, jemand eine gute Gesundheit hat oder nicht, jemand Glück oder Pech hat etc etc etc
    So einfach wie es sich liest, soviel Wahrheit steckt darin, denn die gewünschte, erhoffte und "heiss gekochte" Gerechtigkeit gibt es einfach nicht im Leben. Das Karma hin, her oder umgedreht, kann ja sein, muss es aber nicht und darum kann ich sehr gut mit Deinem persönlich erstelltem Aphorismen weiter leben, nämlich weiter mit offenen Sinnen durch das Leben gehen, ohne nach Gerechtigkeit zu lechzen. Es gilt einfach immer die Devise, dass das Leben gemeistert und genossen werden soll(te)......!
    Mit grosser Freude, wünsche ich Dir einen ereignisreichen und schönen Tag!
    ciao Riccardo alias Ars Vivendi
     
  14. Asirik

    Asirik Well-Known Member

    Guten Morgen, Ritter,
    die Fragen nach dem Ursprung des Universums werden wohl nie beantwortet werden können. Über dieses Rätsel haben sich schon die alten Griechen oder noch frühere Kulturen vergeblich den Kopf zerbrochen. Also verschwende ich meine kostbare Zeit auch nicht mehr mit unnötigem Suchen. Die Gegenwart ist viel zu aufregend und hält mich ganz schön auf Trab.

    Leider begreifen viele Menschen erst durch eine bedrohliche Krankheit oder Lebenskrise, welches Wunder es ist, einen kleinen Teil der Zeitgeschichte miterleben zu dürfen, sozusagen Zeuge einer rasant sich verändernden Welt zu sein.

    Auf die Spitze getrieben ist folgende Aussage eines Arztes, als ein Patient zu ihm sagte, er habe ein Problem mit dem Herzen:
    "Endlich!" - Denn erst dann erfolgte eine Umkehr, eine Besinnung auf die wichtigen Dinge des Lebens. Diese andere Einstellung erfolgt oft erst nach einem Schicksalsschlag.

    Warum können wir nicht rechtzeitig den Kurs ändern? Ich glaube, es liegt auch daran, dass uns die falschen Werte von der Gesellschaft vorgegaukelt werden. Geld regiert die Welt. Das ist fatal. Sicher braucht es eine Grundsicherung, um gut leben zu können, aber warum müssen wir uns ins Hamster Rad einspannen lassen, um für das Alter zu schuften, das uns dann durch die Geldentwertung eine böse Überraschung beschert.

    Die junge Generation versucht schon, andere Wege zu gehen. Sie durchschaut die Manipulationen eher als wir Älteren, die nach dem Krieg froh waren, Deutschland wieder aufbauen zu helfen.

    Aber an einen Zufall im Leben glaube ich überhaupt nicht. Was ist Schicksal? Was ist Vorsehung? Als Hobby Astrologin sehe ich die Welt mit anderen Augen. Auch der Buddhismus hilft mir zu einer anderen Sicht der Dinge. Wir bemühen uns, das Beste aus den gegebenen Bedingungen zu machen, weil wir ein Teil der Evolution sind. Ob wir eine zweite Chance in einer Wiedergeburt haben, weiß ich nicht. Ist mir auch egal. Diese Fragen kann niemand beantworten, daher bemühe ich mich auch nicht um eine Antwort. Es genügt mir im Hier und Jetzt, meine Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

    Und natürlich bin ich unendlich dankbar für das, was mir im Leben geschenkt wurde.

    Lieben Gruß,
    Asirik.
     
    martin040 gefällt das.

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