1. Willkommen im Forum für alle grossen Lebensfragen!
    Registriere Dich kostenlos und diskutiere über die Liebe, das Leben und auch die grossen, schweren Fragen....
    Information ausblenden

Mein Sohn ist so unbekümmert und ich so ratlos?!

Dieses Thema im Forum "Geld" wurde erstellt von Silviy, 17 Oktober 2013.

  1. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Werbung:
    Guten Morgen,

    Wenn der Vater selbst der Vertragspartner ist, dann ist es für mich nicht verwunderlich, wenn er dafür sorgt, selbst nicht in Misskredit zu geraten mit
    seinem guten Namen. Keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.


    Gut gemeint Deinerseits - und ich verstehe auch Deine Beweggründe, aber
    hier hast Du Deinen Sohn quasi entmündigt, was ich letztlich für kontraproduktiv
    halte.

    Fällt in das gleiche Raster wie "über seine Post ausfragen" - dazu habe ich mich ja
    bereits geäußert.

    Und mit seinem Praktikumslohn hat er doch ein festes Einkommen, oder?
    Unabhängig von dessen Höhe ist das für die Bank Sicherheit genug, um zB einen
    Überziehungsrahmen in der Höhe eines Monatslohns zu gewähren. Die horrenden
    Zinsen von bis zu 13% werden leider nur am Rande erwähnt.

    Hat er ein eigenes Auto?
    Oder benutzt er Deines/das Deines Partners?

    Was die nächste naheliegende Frage aufwirft ... nämlich die nach den
    weiteren damit verbundenen Kosten.

    Das polizeiliche Führungszeugnis gibt lediglich Auskunft über etwaige strafrechtliche (!) Verurteilungen.

    Na ja, wenn Du schon bestrebt bist, ihm mit Rat und Tat (!) zur Seite zu
    stehen, dann kannst Du es Dir aber nicht so einfach machen. Wenn Du
    diese Aussage (Papierkram ist nicht so meines ...) so an ihn weitergibst,
    dann bekommt er automatisch ein "schwieriges" Bild von "Buchführung"
    vermittelt, das ihn wohl kaum anspornen wird.

    Man braucht keine gelernte Buchhalterin zu sein, um einfache Aufzeichnungen
    über Einnahmen und Ausgaben zu führen. Ein Haushaltsbuch ist hilfreich,
    kann auch ganz einfach selbst mit Excel angelegt werden. In Eurem Fall
    sicher sinnvoll, denn eigene Rubriken für Mahngebühren, Zinsen etc. würden
    die Transparenz erhöhen.

    Ich fürchte, liebe Silviy, Du nimmst eher Dich selbst in Schutz.
    Du hast ihm die richtige - sprich, korrekte - Grundlage erziehungstechnisch
    mitgegeben ... und nun musst Du mit ansehen, dass diesbezüglich nichts
    gefruchtet hat. Indirekt fühlst Du Dich für sein Verhalten verantwortlich
    und stellst Dich "schützend" vor ihn ... es kann nicht sein was nicht sein darf ...

    Da schwingt ganz schön viel Selbstmitleid mit.
    Und ich vermute jetzt mal ins Blaue hinein, dass Du Deinem Sohn immer
    wieder zu verstehen gibst, dass Du enttäuscht bist von ihm.

    Damit legst Du den Grundstein für ein weiteres Problem, das mit den
    Finanzen gar nichts zu tun hat. Denn das Gefühl, die Eltern zu enttäuschen
    und nicht ihren Erwartungen zu entsprechen baut Schuldgefühle auf.

    Rede mit Deinem Sohn auf einer anderen Basis und versuche zu verstehen, warum er so "tickt". Je besser Du ihn verstehst, desto eher kannst Du die Enttäuschung hinter Dir lassen.

    Wie sieht Deine Hilfe denn - jenseits der "Predigten" - denn
    konkret aus? Ist nicht provokant gemeint.

    LG
    Lucille
     
  2. Silviy

    Silviy Member

    Guten Morgen...
    Puh...das hat jetzt erstmal alles gesessen!

    Ist schon richtig, ich muss mal wachgerüttelt werden.

    Tja klingt so als würde ich nur predigen...ich fühle mich nicht provoziert, im Gegenteil, ich finds gut, wenn man offen und ehrlich zu mir ist!

    Das was Clara schon angesprochen hat, hab ich mit ihm schon getan...
    Wir haben gemeinsam Kündigungsbriefe aufgesetzt...
    Handy und die Web-Geschichte sind gekündigt...
    Gut das mit dem Papierkram lass ich ihn erledigen zum einen weil ichs halt nicht gerne mache, allerdings sagt ihr mir selbst, ich soll nicht alles in Eigenregie übernehmen, oder? Einen Überblick hab ich mir schon gemacht und Ich erkläre ihm nur wie er seine Klotten am Besten ordnet und abheftet und wofür es gut ist...ich war dabei, als er anfing mit dem abheften.

    Glaubt mir, ich bin es echt Leid und er kann mich auch nicht mehr reden hören ...
    Ja Lucille da magst du mit Recht haben und das ist auch doof von mir, fällt mir selbst gar nicht auf, jetzt wo du das sagst, seh ich das auch ein...
    Ich weiß nicht warum das so ist, sicher weil ich kaum noch Energie dafür aufbringen kann...
    NEIN...nein nein, das mache ich nicht, weil damit würde ich ihn nur verletzen und das möchte ich ja gar nicht!
    Ich habe allerdings zu ihm gesagt, wenn er demnächst seine Rechnung bezahlt( und die wird er bezahlen), dass ich mich persönlich schwarz ärgern würde wenn ich mein hart verdientes Geld für Mahngebühren bezahlen müsste , nur weil ich angeblich so vergeßlich und oberflächlich bin...Damit wollte ich an sein Pflichtbewusstsein appelieren!

    Nein, er hat kein eigenes Auto...er benutzt meins. Von daher bekommt er natürlich auch Streß mit mir, weil es ist ja auch auf meinem Namen angemeldet und die Rechnungen gehen an mich.
    Gut wenn er weitere Wege fahren will muss er auch mal tanken...sonst bleibt der Wagen stehen.

    Ich hab mich jetzt mit ihm geeinigt, diese Rechnungen zu bezahlen und sein Taschengeld ist erstmal gestrichen!!!

    Das mit der Bankgeschichte stimmt natürlich, vielleicht war ich damit zu voreilig, er sollte das selbst regeln,allerdings kommt er immer nie in die Puschen und gut sein Praktikumsgehalt bekommt er erst seit zwei Monaten...
    Ich finde es trotzdem nicht richtig...ach blöd alles! Und vorallem das er nicht selbst mal ein bißchen drüber nachdenkt?!

    Ja das mach ich, hab schon überlegt ob ich ihn diese Woche mal zum Essen einlade, ich denke dann geht es mir dann auch gleich viel besser damit!

    Mein Sohn nicht das ist richtig, ich schon...deshalb schreib ich hier und ich bin froh das Thema angeschnitten zu haben...
    Oh das macht mir doch ein wenig Angst, wenn alles nichts mehr hilft dann werd ich auf jeden Fall zur Schuldnerberatung mit ihm gehen...
    Ich geb ihm noch eine letzte Chance....

    Danke , danke Euch ...

    Jetzt brauch ich erstmal ein Kaffee...

    Einen schönen Tag wünsch ich noch und bis bald LG Silviy
     
    ELLA gefällt das.
  3. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo Silviy,

    ich bin schwer beeindruckt, dass du nicht gekränkt bist, wegen unserer Posts. Du nimmst dir das zu Herzen und das finde ich sehr gut.

    Trotzdem gebe ich dir noch einmal eindrücklich zu bedenken: viel Zeit für die letzte Chance hat dein Sohn nicht mehr. Er sollte sie umgehend nutzen.

    Etwas hat mich dann doch noch stutzig gemacht. Dein Sohn ist 19 Jahre alt und bekommt von dir Taschengeld? Habe ich das richtig verstanden?

    Ich wünsche dir auch einen schönen Tag!
     
  4. Silviy

    Silviy Member

    Guten Morgen Allerseits ,
    und dir liebe Clara :)
    Ja hast du richtig verstanden ,mein Sohn bekommt mit 19 Jahren Taschengeld, warum macht dich das stutzig?
    Ich bekomme für ihn Kindergeld und er geht ja auch noch zur Schule, okay zur Zeit absolviert er ein Praktikum, für ein Jahr ,dafür bekommt er 70 Euro, nicht viel und danach geht er wieder zur Schule.
    Gut er jobbt nebenbei noch , aber sehr sporadisch . Und wenn er sich zusätzlich was dazu verdient find ich das völlig okay...

    Gibt es eine Frist, bis wie lange man Taschengeld gibt, oder ein bestimmtes Alter?

    Ich muss auch zugeben , allzu viel kann ich ihm auch gar nicht geben, durch meine Trennung wird es schwieriger und ich hab ja auch noch zwei weitere Kinder. Mein anderer Sohn macht zur Zeit sein Abitur und bekommt auch sein Taschengeld, er hat gar keine Einnahmequellen und dann würde ich es ungerecht finden, für denjenigen, der sich etwas dazu verdient das Taschengeld zu streichen.

    Oja, ich nehme mir das sehr zu Herzen und bin auch dankbar für jeden Tipp...
    Natürlich hab ich im ersten Moment geschluckt, aber ihr habt ja auch Recht, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
    Ich sehe bei anderen auch immer klarer, nur bei mir selbst hab ich immer eine ganz andere Wahrnehmung...

    Nun denne...hab heut Abend mit meinem Sohn ein Date:D

    Euch einen schönen Tag.

    LG Silviy
     
    Hortensie gefällt das.
  5. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe Silviy,

    schön, dass Du mit dem Feedback hier etwas anfangen kannst. Leider beinhalten
    Rückmeldungen auch manches Mal lediglich Annahmen, sprich Spekulationen,
    die nicht zutreffend sind ... siehe meine "Unterstellung" bezüglich der Enttäuschung ;--). Das liegt im Wesen dieser spezifischen virtuellen
    Kommunikation, die auch fast immer stark von den eigenen Erfahrungen der
    User geprägt ist.

    Da bin ich ganz Deiner Meinung.
    Ich würde mir auch wünschen, dass gerade die Banken es den Jugendlichen
    nicht so leicht machen mit ihren großzügigen Überziehungsangeboten. Es
    verzerrt einfach den Blick auf die (harte) Realität. Dass Jugendliche weder die
    Lebenserfahrung noch die persönlich gefestigte Haltung haben, um die
    Konsequenzen abschätzen zu können ist schlichtweg ihrem Alter zuzuschreiben.

    Super! Klingt sehr gut und ist vor allem konkret.
    Aber ich bestehe darauf ;--) ... die akribischen Aufzeichnungen über
    Ausgaben und Einnahmen sind unerlässlich. Nur so bekommt er ein
    Gefühl dafür, wohin sein Geld "verschwindet".

    Wenn man es sich erst mal zur Gewohnheit gemacht hat mit dem
    Eintragen, dann ist es ein maximaler Aufwand von täglich fünf Minuten.
    Es lohnt sich.

    Meine Jüngste ist auch in dem Alter und bekommt Taschengeld,
    das auch gerne mal aufgestockt wird bei Bedarf.
    Sie geht noch zur Schule, jobbt, so ferne es der Lernstoff zulässt,
    aber eben auch nicht regelmäßig.

    Ich finde es wichtig, dass die "Kids" verlässliches Geld zur Verfügung haben,
    denn das wirkt auch dem Stress entgegen, wie ich feststelle.

    Viel Spaß und viel Erfolg wünsche ich Dir!

    LG
    Lucille
     
    Silviy gefällt das.
  6. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Werbung:
    Liebe Silviy,

    nein, es gibt keine Regelung von wann bis wann in "Kind" Taschengeld beziehen sollte, jedenfalls keine gesetzliche.

    Aber dein Sohn ist 19 Jahre alt. Er ist volljährig. Er wohnt zu Hause, hat also keine weiteren festen Kosten zu tragen. Zudem hat er sich ordentlich verschuldet. Da wurde ich halt stutzig.

    Ja, du bekommst Kindergeld für ihn. DU bekommst es FÜR ihn.

    Da dein Sohn 19 Jahre alt ist, nehme ich an er hat gerade sein Abi gemacht. Ein Praktikum finde ich da prima, um schon einmal den Wunschberuf `reinzuschnuppern. Leider werden diese Stellen, wie bei deinem Sohn ja auch, schlecht entlohnt.

    Da dein Sohn trotzdem ca. 500 Euro monatlich zur Verfügung hat, wenn ich das richtig gelesen habe, hat er trotzdem eine Menge Geld zum Ausgeben - ohne besonders viel dazu tun zu müssen. Daher vielleicht seine lockere Einstellung zu dem Geld.

    Aber da ihr jetzt mit dem Schreiben der Kündigungen und mithilfe deiner eindringlichen Worte, einen guten Anfang gemacht habe, versteht er wahrscheinlich jetzt, dass Geld Geld ist. Es ist gleich wo es herkommt, es muß nur sparsam damit umgegangen werden, damit es reicht.

    Meine Tochter hat mit 19 kein Taschengeld mehr bekommen. Wir haben damals ihr Studium bezahlt(bis vor zwei Jahren). Kindergeld bekamen wir später nicht mehr. Zum Studium mußte sie sich zusätzlich Geld verdienen, damit sie sich ab und an etwas leisten konnte. Sie hat in einer WG gewohnt, da sie in einer anderen Stadt studierte. Bafög bekam sie keines.

    Ich frage mich manchmal wie Leute mit 2 oder 3 Kids sowas machen.

    Deshalb finde ich es toll, dass dein Sohn sich von dir helfen läßt. Viel Erfolg für das Gespräch heute abend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23 Oktober 2013
    Silviy und Reinfriede gefällt das.
  7. abendsonne

    abendsonne Well-Known Member

    hallo ,

    ich kann leider noch nicht alles lesen, aber zum zitat von oben: das ist in jedem fall der bequemere weg, und als mann sagt es sich oft auch ziemlich einfach, weil die männer genau wissen, dass die frauen gar nicht anders können, als zu richten, zu bewerkstelligen, zu predigen, zu versuchen, zu managen, zu.... - was auch immer:).

    ich würde es auch auf alle fälle versuchen!!! nur wenns nix ist, wäre ich nicht mehr bereit, meine kräfte so hinzugeben, dass ich selber daran kaputt gehe.

    lg abendsonne
     
    Silviy und Reinfriede gefällt das.
  8. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Ich habe das bei meinen drei Mädels so gehandhabt, dass sie Taschengeld bekamen, solange ich das Kindergeld für sie bekam.

    Meine Jüngste z.B. wohnt zwar noch bei mir, hat aber die finanziellen Belange übertragen bekommen, d.h. sie bekommt alles (Kindergeld, Alimente, Ausbildungszuschuss).

    Sie bekommt daher auch kein Taschengeld mehr von mir, sie muss alleine ihre Finanzen regeln. D.h. Bücher für die Ausbildung, Klamotten etc. zahlt sie selbst, Essen & Wohnen gibt es noch gratis bei mir (sie überweist mir zwar monatlich eine Art Kostgeld - darauf besteht sie beharrlich - aber ich lege es ihr heimlich monatlich auf ein Sparbuch, diese Finanzspritze wird sie beim Auszug gut gebrauchen können).

    Anfangs hatte sie ein wenig Angst davor, alles alleine zu wuppen, aber jetzt hat sie das alles schon gut im Griff. Der heißeste Tipp, den ich ihr geben konnte (und den ich selbst immer so handhabte) war: "Wunscherfüllung immer erst nach dem 25. des Monats".

    Wann immer ich mir etwas kaufen möchte, warte ich bis nach dem 25. Denn dann lässt sich abschätzen, wie viel Geld tatsächlich übrig geblieben ist, weil die Fixkosten schon abgebucht sind und der nächste Geldeingang nicht mehr weit ist.

    Vielleicht kann das Deinem Sohn auch weiterhelfen. Wunscherfüllung gibt es monatlich - aber immer erst nach dem 25. Und regelmäßige Beobachtung des Kontostandes, das bringt auch schon etwas.

    Der größte Feind in der ersten Phase der finanziellen Verantwortung ist die Ungeduld. Dieses Ich-muss-alles-gleich-haben schafft meistens ein Minus in der Bilanz.

    Du schreibst, die Schulden Deines Sohnes würden sich auf ca. 1000,- Euro belaufen. Wäre da ein Schuldenschnitt nicht günstiger als sich weiter durchzuwurschteln?

    Ich denke da an ein Darlehen mit monatlichen Rückzahlungen, z.B. 200,- Euro/Monat, nach 5 Monaten wäre er damit durch.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
    Spätzin, ELLA und Silviy gefällt das.
  9. Silviy

    Silviy Member

    Guten Morgen Allerseits,
    hatte in den letzten Tagen wenig Zeit, manchmal sind meine Tage so voll geplant, dass ich kaum Zeit für mich finde.

    Danke für Euer Feedback...ich bin echt froh , mal andere Meinungen zu lesen !

    Ich finde diese Art von Kommunikation einfach genial, mit Menschen die ich gar nicht kenne, schön , dass es diese Möglichkeiten gibt:p

    Liebe Lucille und liebe Clara, der Abend mit meinem Sohn war doch sehr erfolgreich, ich musste einmal sogar an Euch denken, fand ich irgendwie komisch, aber ich fühlte mich gestärkt...danke Euch dafür!!!


    Hallo liebe Abendsonne , das hab ich mir auch oft gesagt und doch hab ich meine Hoffnung nicht aufgeben wollen, aber ich merke zunehmends wie meine Kraft jetzt am Ende ist . Ich wünsche mir sehr dass ich diesmal Früchte ernten darf, wenn nicht ... ...dann wird er jedenfalls auf sich alleine gestellt sein. Er muss dann lernen, alleine klar zu kommen und ICH natürlich auch...


    Hallo liebe Reinfriede...die Einstellung deiner Tochter finde ich echt bemerkenswert, sie besteht auf Kostgeld...wow, ich habe bei meinem anderen Sohn oftmals das Gefühl ,dass er sich nur bei mir meldet, wenn er Geld braucht. Ich fühle mich oft ausgenutzt, ist nicht so schön...hmm? Deshalb find ich das toll mit deiner Tochter und ich würde das auch machen, heimlich für sie das Geld beiseite legen. Das finde ich gut ....
    Das ist ein guter Tipp, den werd ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen, an meinem Sohn weitergeben und vorallem auch selbst ausprobieren....

    Ich habe glaub ich auch Probleme ,loszulassen! Mein Sohn ist 19 ...ja, und doch hat man immer noch eine gewisse Verantwortun oder nich?
    Wann hört das auf?
    Wenn er ausgezogen ist?
    Ich fühle mich immer noch für ihn verpflichtet ihn alles aus der Hand zu nehmen und mich darum zu kümmern.

    Seine Kitastelle hat ihn jetzt schon zweimal angemahnt dass er immer noch nicht seine Lohnsteuerkarte abgegeben hat, bei 70 Euro Verdienst weiß ich zwar nicht warum sie die haben wollen, aber das ist wohl so...er hat das auf jeden Fall noch nicht gemacht. Ich bin schon wieder drauf und dran, einfach beim Finanzamt anzurufen und die Dinge für ihn zu erledigen.

    Man ich weiß auch nicht , warum er so tranig ist...

    Ich werde es nicht tun!!!

    Meine Lieben , ich muss los....die Zeit rennt immer so schnell, wenn ich hier bin!

    Einen schönen Tag wünsch ich und bis bald.

    LG Silviy
     
    abendsonne gefällt das.
  10. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe Silviy,

    gute Einstellung!

    Am Wochenende haben wir unsere Tochter in Berlin besucht. Sie lebt dort seit ca. einem Jahr und hat dort vor 3 Monaten ihre erste Arbeitsstelle nach ihrem Examen angetreten.

    In einem ruhigen Moment fanden wir die Zeit uns einmal alleine zu unterhalten. Sie wolle sich bei mir bedanken, erzählte sie mir. Ich war ganz erstaunt und fragte wofür. "Für ganz Vieles", war ihre Antwort. "Aber heute speziell für drei Dinge: dass du mir beigebracht hast meine eigene Meinung zu vertreten und für mich selber einzustehen, dass ich immer zu dir kommen kann, wenn ich dich brauche - und dass du mir verboten hast mich tätowieren und piercen zu lassen."(Das Tatooverbot galt eigentlich lediglich bis zu ihrer Volljährigkeit, in der Hoffnung sie würde bis dahin die Lust darauf verlieren - was auch so eintraf).

    Ich war erstaunt und auch gerührt.

    Ich bin von meiner Mutter immer regelrecht gegängelt und sehr bevormundet worden. Das wollte ich bei unserer Tochter vermeiden. Daher finde ich deine Ansage, nicht beim Finanzamt anzurufen für deinen Sohn, absolut richtig!

    Übrigens: dein Sohn benötigt die Lohnsteuerkarte, weil auch ein Praktikumsplatz ein Arbeitsplatz ist. Schließlich bezahlt die Kita Versicherungen und Steuern für ihn(Berufshaftpflicht z. B.).

    Aber dein Sohn muß nicht extra anrufen beim Finanzamt. Das kann er alles übers Internet regeln. Geht ganz schnell und einfach.

    Alles Gute für dich - und auch für deinen Sohn!
     
    Spätzin und Lucille gefällt das.
  11. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Ausgenützt fühlte ich mich als Mutter nie. Geht gar nicht, denn ich hatte mich ja für Kinder entschieden. Und das heißt nunmal jahrelang bzw. jahrzehntelange Fürsorge, auch in finanzieller Hinsicht. Aber: Ich schrieb schon, ich habe Töchter. Es kann sehr, sehr leicht sein, dass Töchter da generell anders reagieren als Söhne. Damit hab ich keine Erfahrung, da kann ich schlecht mitreden.

    Ich kenne eben nur die Söhne im Verwandtenkreis und diese sind tatsächlich nicht so selbständig und "brauchen" länger zum Abnabeln bzw. zur Eigenverantwortung.

    Ich glaube, das kann man einfach nicht so generell beantworten. JEDER Mensch ist anders, jedes Kind ist anders. Es gibt Kinder, die bereits im zarten Alter Verantwortung übernehmen wollen und es gibt Kinder, die dafür lange brauchen. Es würde Dir auch nicht viel nützen, wenn Dir etliche User schreiben, dass ihr Sohn mit 19 bereits das oder das gekonnt hatte. Denn Dein Sohn ist individuell, er wird seinen eigenen Rhythmus haben.

    Wegen der Sache mit dem Finanzamt finde ich auch, dass er das selbst tun könnte. Es gab mal bei uns im Kindergarten (hat jetzt nichts mit dem Alter Deines Sohnes zu tun, aber fiel mir gerade ein) eine Direktorin, die meinte, wir sollten den Kindern NICHT helfen, indem wir ihnen Sachen abnehmen, sondern ein Kind meint mit einem Hilferuf: "Hilf mir, es SELBST zu tun."

    Bei Deinem Sohn könnte es sein, dass er Dinge gar nicht erst beginnt, weil er nicht weiß, wie er sie beginnen sollte. So wie Clara schrieb, es gibt ein online-Portal.

    Du könntest ihm helfen, indem Du ihm dieses zeigst. Er kann es dann selbst machen und hat wieder einen Schritt getan - beim nächsten Mal kennt er sich bereits aus.

    Ob die Verantwortung aufhört, wenn die Kids ausziehen?

    Das kann ich Dir leider auch nicht sagen, bei mir hörte sie auf (ich hab Mädels). Schrittweise oder auch abrupt, je nach Naturell.

    Was jedoch nicht aufhört, ist das Sorgen-Machen.:cool:

    Einmal Mama, immer Mama.:p

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
    Spätzin, Hortensie und Lucille gefällt das.

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden