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Mein Vater bezieht meine kranke Mutter nicht in wichtige Entscheidungen ein.

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Lebensfragen" wurde erstellt von bluemerant, 18 Dezember 2014.

  1. bluemerant

    bluemerant Well-Known Member

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    Liebes Forum,

    heute habe ich fast schon "nebenbei dahergesagt" erfahren, dass mein Vater die Betreuerin meiner schwerkranken Mutter zum 31.12. durch ihre Chefin kündigen lassen hat, undzwar ohne vorher mit meiner Mutter über die Gründe zu sprechen und sie nach ihrer Einverständnis zu fragen! Er hat es nicht einmal als nötig erachtet vorher mit der Frau über sein "Problem" zu sprechen, von der Kündigung erfuhr sie gerade vorhin telefonisch durch ihre Vorsitzende.

    Als ich ihn versuchte darauf anzusprechen schlug er mir buchstäblich "die Tür vor der Nase zu" und meinte keine Rechtfertigung für sein Verhalten ablegen zu müssen. Von meiner Mutter erfuhr ich dann, dass er die Betreuerin wohl verdächtige Geld von ihm gestohlen zu haben, weil sie des öfteren freien Zugang zu dem Zimmer, in dem sich das Geld befand, hatte. Allerdings wurde der Raum auch vor kurzem von ihm umgeräumt, er neigt ausserdem dazu alle möglichen Dinge ständig und täglich zu verlegen, das sie tatsächlich etwas weggenommen hat ist also überhaupt nicht gesagt! Er gibt zwar selbst zu sich nicht sicher darüber zu sein, brachte es aber dennoch fertig ihr am Telefon, nachdem ich die Betreuerin anrief und ihn den Hörer an das Ohr hielt, an den Kopf zu knallen "das ihm Geld weggekommen sei... er will zwar nicht sagen dass sie es gewesen sei... aber trotzdem."

    Ich bin gerade gestern nach langer Reise bei meinen Eltern angekommen und habe mich eigentlich auf relativ ruhige Festtage gefreut, aber das macht meine Mutter und mich jetzt echt fertig! Zumal die Betreuerin wirklich richtig gut war, sie hat ein riesiges Stück Lebensqualität in das Haus zurückgebracht, dass durch die schlimme Krankheit meiner Mutter und den desolaten nervlichen Zustand meines Vaters schon lange abhanden gekommen war. Ohne sie hätte es beispielsweise nicht einmal ein Adventsgesteck im Wohnzimmer gegeben. Ausserdem übernimmt sie regelmäßig auch nachts die Pflegeschichten für meinen Vater, so das er durchschlafen kann. Ich könnte hier noch so einiges auflisten, Fakt ist dass sie auf jeden Fall eine Menge für die ganze Familie getan hat, vieles wäre ohne sie niemals möglich gewesen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass meine Mutter so schnell wieder jemanden finden wird der ähnlich engagiert ist. Ich empfinde es als absolutes Unding, was mein Vater sich da zusammen mit der Chefin hinter dem Rücken meiner Mutter und der Betreuerin für ein Süppchen kocht. Denn schließlich ist die Frau doch ganz klar für meine Mutter zuständig, es kann doch nicht angehen dass ihr diese Stütze einfach so "mir nichts, dir nichts" weggerissen wird ohne vorher darüber ein Wörtchen mit ihr zu wechseln!!!
    Ich weiss ehrlich gesagt gerade nicht mehr, wie ich angemessen auf das Verhalten meines Vaters reagieren soll, denn reden will er nicht darüber.
    Was würdet ihr tun?

    Herzliche Grüße,
    Blümerant
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Dezember 2014
  2. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo Blümerant,

    um in dieser Situation etwas unternehmen zu können, fehlen mir z. B. noch ein paar Fakten.

    Du schreibst von einer 'Betreuerin' deiner Mutter. Was ist das für eine Betreuerin? Ist sie eine Helferin vom Pflegedienst, die täglich zu deiner Mutter kommt, um im Haushalt und bei ihrer Pflege zu helfen? Oder ist sie eine vom Amt bestellte Betreuerin?

    Wie krank ist deine Mutter? Braucht sie jemanden, der sie in allen Lebenslagen betreut? Soll heißen, benötigt sie jemand, der ihr Behördengänge abnimmt, der das Finanzielle regelt und sie täglich versorgt usw.?

    Ist dein Vater auch gesundheitlich angeschlagen? Immerhin scheint er (auf den ersten Blick) sehr unüberlegt zu handeln und mit der Gesamtsituation überfordert zu sein.

    Vielleicht benötigen alle Beide - Mutter und auch dein Vater - Hilfe und Unterstützung. Kann das sein? Vielleicht würde dir ein Gespräch mit dem Hausarzt/Hausärztin deiner Eltern weiterhelfen und ein wenig Klärung bringen.

    Wie sieht das weiter aus? Hat deine Mutter bereits eine Pflegestufe und so Anspruch auf Hilfe? Wie ist das bei euch geregelt?

    Dein Vater kann natürlich nicht einfach die Betreuerin deiner Mutter 'kündigen'. Das kann nur deine Mutter. Es sei denn, er ist ihr vom Gericht bestellter Vormund. Dann ist er ihr Betreuer und kann entscheiden.

    Du siehst also, das ist eine schwierige Situation, in der ihr euch jetzt befindet. Vor ein paar Jahren gab es eine ähnliche Problematik in unserer Familie. Meine Mutter war schwerkrank. Meine Geschwister und ich lebten weit entfernt von ihr, waren beruflich eingebunden und hatten große Probleme die richtige Pflege und Betreuung für sie zu engagieren. Trotzdem haben wir das gut geschafft. Wir waren für unsere Mutter da und haben uns (im Wechsel) um sie gekümmert.

    Wie sieht das bei euch aus? Hast du Geschwister oder bist du ein Einzelkind? Vielleicht könntest du die amtliche Betreuung deiner Mutter - bzw. deiner Eltern übernehmen. So hättest du die Entscheidungen über Pflege, Finanzen usw. bei dir.

    Du siehst also, es ist nicht so einfach für dich, die Situation deiner Eltern richtig zu erkennen und einzuschätzen. Du sagst ja selber, du wohnst weiter weg.

    Es gibt jedenfalls diverse Anlaufstellen für dich, an die du dich wenden kannst. Z. B. kannst du dich direkt an die, von dir erwähnte, Chefin wenden um zu erfahren, was da überhaupt los ist. Auch der soziale Dienst euer Stadt kann dir weiterhelfen, ebenso wie Caritas und Diakonie. Schau mal im Internet nach, dort findest du Info.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Dezember 2014
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  3. bluemerant

    bluemerant Well-Known Member

    Hallo Clara,

    ersteinmal vielen Dank für Deine Antwort!

    Sie wurde zwar über das Amt vermittelt, kommt aber alle 2 Tage um im Haushalt und bei der Pflege zu helfen. Oft auch 2-3 mal wöchentlich nachts, denn meine Mutter kann sich nicht selbstständig im Bett drehen und leidet auch nachts desöfteren unter Schmerzattacken oder Krampfanfällen.

    Sie leidet seit 25 Jahren an einer sogenannten "chronisch progridienten" Verlaufsform der Multiplen Sklerose, die bereits ziemlich fortgeschritten ist. Seit jetzt auch ihre inneren Organe langsam von der Spastik angegriffen werden und sie deshalb zum widerholten Male operiert werden musste liegt sie eigentlich mehr im Bett, als das sie im Rollstuhl sitzt. Also ja, sie braucht definitiv jemanden, der sich um alle möglichen Lebensbelange für sie kümmert.

    Er nimmt auch Psychopharmarka, weil er dazu neigt recht schnell nervös zu werden und, wie Du schon schreibst, unüberlegt zu handeln. Nervlich war er wohl schon immer angeschlagen, da er sich bisher alleine um meine Mutter gekümmert hat und jede Hilfe von außen vehement abgelehnt hat. Das Problem ist, dass er durch seine Nervosität und Unüberlegtheit sogar sich selbst und andere schon öfter in Gefahr gebracht hat, allerdings weigert er sich trotzdem Hilfe anzunehmen und macht lieber weiter wie bisher. Das die Betreuerin überhaupt kommen durfte lag nur daran, das der Zustand meiner Mutter und die Lage im Haushalt am Ende so schlimm war, dass alles kurz vor der Eskalation stand.

    Ja, sie hat die Pflegestufe 3. Da sie aber selbst jetzt in dieser schweren Zeit noch geistig voll da und somit auch vollständig entscheidungsfähig ist, hat sie auch keinen Vormund. Und trotzdem hat die Vorgesetzte der Betreuerin sie einfach durch meinen Vater gekündigt. Diese Kündigung ist offiziell und tritt am 31.12. in Kraft. Ich weiß ehrlich gesagt selber nicht wie das möglich ist...
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Dezember 2014
  4. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe bluemerant,

    hole dir schnell Hilfe vom Sozialamt. Der medizinische Dienst, der auch für die Einstufung der Pflegestufen zuständig ist, muss hier umgehend einschreiten und mit deinem Vater sprechen.

    Pflegende Angehörige neigen dazu sich selber zu überschätzen. Teils aus aufopfernder Pflichterfüllung, teils aus der jahrelangen, vermeintlichen Erfahrung heraus.

    Da deine Mutter bereits Pflegestufe 3 hat, ist es zwingend notwendig, dass da jeden Tag eine Pflegekraft nach ihr sieht und sie versorgt - sollte dein Vater nicht dazu in der Lage sein. Ich kann mir vorstellen, wie überfordert er mit der Gesamtsituation ist. Es muss sehr schwer sein, die Ehefrau zu pflegen und trotzdem den nötigen psychischen Abstand zu halten. Eine Pflegekraft wäre auch für ihn eine Unterstützung und Hilfe.

    Sicher wird er nicht wollen, dass deine Mom irgendwann in ein Pflegeheim untergebracht wird.

    Wenn du nicht so gut mit ihm sprechen kannst, dann hole dir Hilfe - und zwar recht bald. Auch wenn es nicht leicht ist damit umzugehen, denn du bist eigentlich "das Kind" und es fällt schwer, die Eltern so schwach und krank zu sehen.

    Jetzt sind bald die Feiertage und da passiert nicht mehr viel auf den Ämtern. Also kümmere dich schon bald darum, dass hier eingeschritten wird und Hilfe da ist. Das rate ich dir jedenfalls.

    Vielleicht ist dein Vater mit einer anderen Betreuerin einverstanden. Sprich doch einmal mit der Chefin, der bisherigen Betreuerin und erfrage, was da vorgefallen ist. Du kennst die Situation ja nur vom Hörensagen. Pflege - und Hilfskräfte, die des Diebstahls bezichtigt werden, ziehen sich sofort zurück, schon alleine aus Imagegründen. Ein Ruf ist schnell ruiniert. Das will niemand, besonders, wenn es ungerechtfertigt ist.

    Wer kümmert sich denn jetzt um deine Mutter? Nur du und dein Vater? Wie geht sie mit der Situation um? Das muss doch für sie eine schlimme Zeit sein.

    Ich wünsche euch viel Kraft und hoffe, dass bald wieder adäquate Hilfe im Hause ist.
     
    bluemerant und Walter gefällt das.
  5. bluemerant

    bluemerant Well-Known Member

    Liebe Clara,

    nun war die Betreuerin gerade im Haus... Sie hat es geschafft sich mit meinen Eltern um einen Tisch zu versammeln. Mein Vater wurde während des Gesprächs etwas ruhiger und liess sich zumindest darauf ein nun meine Mutter entscheiden zu lassen ob sie die Hilfe ihrer Betreuerin weiterhin möchte, bis der Fall geklärt ist. Das finde ich vernünftig und ich bin positiv überrascht von ihm. Nun will meine Mutter noch heute die Kündigung zurücknehmen, ich hoffe dass noch nichts rechtswirksam unterschrieben ist, aber da sie zu dritt zu dieser vorersten Einigung gekommen sind gehe ich mal einfach vom günstigeren Fall aus.

    Die Betreuerin geht jetzt zur Polizei um abzuklären wie sie sich verhalten kann bzw. ob die Möglichkeit bestünde das Haus meiner Eltern und auch ihr Haus nach dem Geld absuchen zu lassen.

    Teilweise bestand das Problem mit der Pflege durch andere wohl auch tatsächlich darin, dass zum Beispiel das Personal in den Krankenhäusern unzureichend z.B. auf die Kathederisierung bei Blasenspastik geschult war. Oft muss mein Vater dann auf Station zu meiner Mutter kommen, um den festgesaugten Katheder zu lösen und nocheinmal richtig zu legen. Insofern kann ich es sogar verstehen, dass man die Pflege ungern anderen überlässt. Aber gerade diese Betreuerin beherrschte so manches, was andere bei der Pflege meiner Mutter nicht so recht gehändelt bekamen. Und dies löste bei ihr oftmals starke bis unerträgliche Schmerzen aus.
    Kein Wunder also dass mein Vater skeptisch ist. Aber gerade deshalb verstehe ich noch weniger, warum man eine qualifizierte Fachkraft, die offenbar weiß wie man die Situation richtig angeht einfach ohne weiteres wegen bloßer Vermutungen aus dem Haus schmeissen will.

    Das ist ein sehr starkes Argument, und genau so habe ich es ihm vorhin auch gesagt. Ich hoffe, dass er noch weiter darüber nachdenken wird. Denn gestern meinte er sogar er möchte gar niemanden mehr zur Hilfe im Haus! Aber das er den Verstand soweit verloren hat und allen Ernstes dabei bleibt glaube ich dann doch nicht.

    Ja, es ist nicht einfach für sie zu tragen. Sie kam gerade gestern aus dem Krankenhaus, in das sie ca. alle 3 Monate zur Cortisonbehandlung muss wieder und fiel erstmal aus allen Wolken. Aber irgendwie scheint sie trotzdem einen Grundoptimismus zu wahren, sie glaubt dass die Situation sich lösen lassen wird.
    Mein Vater sitzt tagsüber meist in seinem "Studio", aber kümmert sich nachts voll um sie. Solange ich hier bin kaufe ich für sie ein, reiche ihr benötigte Dinge und organisiere wichtige Termine für sie, zu denen ich sie begleite.
     
  6. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

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    Liebe bluemerant,

    das klingt schon einmal viel beruhigender. Ich hoffe, dass ihr eine Einigung finden könnt. Die Pflege deiner Mutter und der Haushalt deiner Eltern muss ja schließlich auch problemlos klappen, wenn du wieder weggefahren bist.

    Seid ihr denn sicher, dass Geld weggekommen ist? Meine Mutter dachte das auch ab und an, doch sie hatte es lediglich verlegt. Das kann schließlich jedem mal passieren. Es kann natürlich auch sein, dass es ein Vorwand deines Vaters war, die ihm lästige Betreuerin aus dem Hause zu bekommen. Falls das so ist, sei ihm nicht böse. Manchmal sind pflegende Angehörige einfach überfordert und wissen sich nicht anders zu helfen. Es ist halt für alle Beteiligten sehr schwer - sicher auch für dich.

    Bewundernswert, dass deine Mutter ihren Optimismus in solch schwerer Lage nicht verliert. Dafür hat sie meine Hochachtung!

    Ich hoffe, es wendet sich bei euch alles zum Guten und schicke dir eine Umarmung! Toll, wie du für deine Eltern da bist! Das ist nicht selbstverständlich.
     
  7. Druide

    Druide Well-Known Member

    Hallo Bluemerant
    Grundsätzlich ein schwieriges Thema und eine unglückliche Konstellation des Gesundheitszustandes von Mutter und Vater. Der Vater möchte alles allein machen, seine Frau optimal pflegen, stößt dabei an seine eigenen (gesundheitlichen) Grenzen, kann aber seine (eingeschränkten) Möglichkeiten seiner Frau zu helfen, wohl nicht richtig erkennen. Wie du schreibst, hat er mit Pflegekräften, schlechte Erfahrungen gemacht und ist damit auch von der Qualität der Pflege nicht überzeugt, die man von "außen" bekommen kann.

    Die Pflegerin der Mutter hat, entgegen seinen Erwartungen, ihre Aufgabe sehr gut gelöst und überdurchschnittliche Leistungen vollbracht. Das wiederum hat den Neid des liebenden und fürsorgenden Ehemannes ihr eingebracht (diese Frau ist besser wie ich!) Er konnte bei der Frau kein Haar in der Suppe finden, also musste was anderes geschehen. Vermutlich war es Zufall, aber irgendwie hatte er den Eindruck, dass ihm Geld gefehlt hat - das war das klare Zeichen, etwas unternehmen zu können.
    Er wusste, dass seine Gattin, das niemals zulassen würde, also musste er gezielt mit der Chefin handeln (denn der Chefin ist die Pflegekraft auch ein Dorn im Auge...).

    Aber was bedeutet das Ganze für dich als nächste Angehörige? Ich empfindes als ein "Signal", dass Handlungsbedarf besteht. Wir dürfen davon ausgehen, dass sich die gesundheitliche Situation deiner Mutter weiter einen hohen Pflegeaufwand dringend notwendig macht. Auch für den Vater wird es wohl hilfreich sein, wenn er eine pflegende Unterstützung für sich selber bekommt. Um das alles in Einklang zu bringen, sind intensive Gespräche notwendig die eine klare Regelung alles Belange als Ergebnis haben sollten.
    Denn du bist nicht vor Ort und aus der Ferne lässt sich das nicht so einfach steuern.

    Vielleicht würde es dir helfen sich mit den Eltern näher zu befassen. Weshalb hat eigentlich der Vater dieses innige Bedürfnis, seine Partnerin auf Händen zu tragen - nach so langen Ehejahren? Was verbindet die beiden eigentlich so intensiv? Weshalb ist die Mutter schon früh krank geworden?

    Wünsche dir alles Liebe und ein gütiges Händchen um allen Interessen gerecht zu werden!
     

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