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Privatdetektive

Dieses Thema im Forum "Gewalt" wurde erstellt von Kanari, 7 September 2020.

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Fällt der Einsatz von Privatdetektiven in zwischenmenschlichen Beziehungen unter Gewalt?

  1. Nein, denn wenn man nichts zu verbergen hat hat man auch nichts zu befürchten

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  2. Nein, es dient lediglich dem vermutlich bereits im vorfeld geschädigten Auftraggeber.

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  3. Ja, es ist eine Form von Gewalt die aber berechtigt ist.

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  4. Ja, der Einsatz von Privatdetektiven ist ein Einschnitt in die Privatsphäre und die Grundrechte.

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  1. Kanari

    Kanari Member

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    Hallo,

    ich möchte fragen ob eurer Meinung nach der Einsatz von Privatdetektiven in zwischenmenschlichen Beziehungen unter "Gewalt" fällt. Ich frage mich die längste Zeit wie es in unserer Gesellschaft in der Privatsphäre und Grundrechte so groß geschrieben werden möglich sein kann daß Geld die einzige Barriere ist um jemanden mit nahezu geheimdienstlichen Methoden auszuspionieren.

    Ich spreche von zwischenmenschlichen Beziehungen und nicht von polizeilichen oder amtlichen Ermittlungen. Wen es interessiert, dem kann ich gerne näheres über meinen persönlichen Fall erzählen. Aber im allgemeinen möchte ich wissen ob mich mein Sinn für Gerechtigkeit bei der grundsätzlichen Überlegung daß hier eine Ausübung von Gewalt auf wirtschaftlicher Basis stattfindet täuscht.

    vielen Dank für Eure Antworten
     
  2. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Das darf ein Privatdetektiv ohnehin nicht. Er agiert in sehr engen rechtlichen Grenzen. Was man in Filmen sieht ist nicht das, was er in der Realität darf. Detektiv – Wikipedia
     
    Clara Clayton gefällt das.
  3. Kanari

    Kanari Member

    Meines Erachtens nach agiert ein Detektiv in einem Graubereich wenn er sensible Details über mich in Erfahrung bringt und diese gegen Geld an eine dritte Person weitergibt. Vor allem wenn ich aus persönlichen Gründen nicht will daß diese Person das über mich weiß. Würde mir diese Person selbst nachstellen und ich ertappe sie dabei wäre das beharrliche Verfolgung. Schon alleine die Weitergabe von Bildmaterial an Dritte ohne meine Zustimmung ist meines Wissens nach nicht rechtens.
     
  4. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Da ist wohl gescheiter, Du wendest Dich an einen Rechtsanwalt.
     
  5. Kanari

    Kanari Member

    Kenne ich leider keinen. Und zum möglicherweise nahenliegenden Rat psychologische Hilfe aufzusuchen: aus psychiatrischer Sicht ist die Idee von Privatdetektiven verfolgt zu werden Bestandteil des Krankheitsbildes von Paranoia. Als ich das erfahren habe hat mich das sehr nachdenklich gestimmt.
    Aber Danke für die Antworten.
     
  6. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

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    Hortensie gefällt das.
  7. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Einen Rechtsanwalt zu finden kann nicht so schwer sein. Entweder googelst du oder schaust in deinem Ort mal live bei einem vorbei.

    Hast du Paranoia? Oder hast du Angst davor Paranoia zu haben?
     
  8. Kanari

    Kanari Member

    Ich hüffe du fühlst dich nicht zu sehr bemüßigt zu einem Thema das Dir möglicherweise zweifelhaft erscheint zu antworten.

    Wenn ich einen Rechtsanwalt den ich nicht persönlich kenne mit diesem Anliegen und dem mir zur Verfügung stehenden Budget konsultieren würde würde ich wahrscheinlich nicht sehr weit kommen.
    Der andere Link ist sehr gut geschrieben wobei mir ein paar Passagen suspekt sind, zB:
    Da der Detektiv wie so oft betont nicht als direktes Organ des Staates agiert, was genau ist dan unter "höhere Interessen" zu verstehen? Ich sehe darin eine gewisse Grauzone.
    Rein von der Rechtslage her stellt sich mir dann die Frage warum es dann einer privaten Person (Hausbesitzer etc) nicht erlaubt ist den öffentlichen Raum vor z.B. den Gehsteig vor dem Haus zu filmen.
    Das bedeutet in der Praxis daß ein Privatdetektiv einem Berufsstand angehört der ein Gefälle zwischen arm und reich begünstigt.

    Aber wie gesagt ich bin rechtlich wahrscheinlich nicht versiert um das zu beurteilen. Ansich stellt sich mir nur die Frage ob ich mit meinem subjektiven Empfinden daß hier eine Form von Gewalt ausgeübt wird komplett denebenliege.
    Ich bin laut meiner psychiaterin paranoid auf eine Person in meinem privaten (familiären) Umfeld. Das äussert sich in der Vorstellung von Detektiven die von dieser Person beauftragt wurden verfolgt zu werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 September 2020
  9. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Okay, du denkst eine Person aus deinem familiären Umfeld hat einen Detektiv beauftragt um dich zu verfolgen? Habe ich das richtig verstanden?
    Da stellen sich mir spontan einige Fragen bzw. kommen mir Gedanken.
    Diese Person hat also viel Geld um sich das zu leisten. Du bist ihr so wichtig, dass die das in Auftrag gibt. Du hast etwas, das diese Person haben möchte?
    Du hast ein Geheimniss, dass sie wissen möchte? Viel Geld hast du nach deinen Aussagen ja nicht. Warum sollte diese Person das machen? Das interessiert mich sehr.

    Was denkst du, warum deine Psychiaterin das denkt?
     
  10. Kanari

    Kanari Member

    Liebe Hortensie,

    ja, so wie Du das beschrieben hast trifft es das ziemlich genau. Im Vordergrund steht dabei meine Mutter die als pensionierte Ärztin genügend Zeit und Geld für sowas auf der Seite hat. Ich habe den Kontakt zu ihr beendet weil ich bemerkt habe wie mich ihr manipulatives Wesen negativ beeinflusst. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht daß sie keine Frau an meiner Seite duldet, das Thema löst bei ihr einfach elementare Emotionen der Abwehr aus. Auch wenn es für Außenstehende verrückt klingt so ist die vereinzelte Beauftragung einer Detektei durch sie in der aktuellen Situation durchaus denkbar, zumal Vergleichbares in der Familiengeschichte schonmal vorgekommen ist.

    Meine Psychiaterin verfolgt den Ansatz zu ergründen weshalb mir der Gedanke von durch meine Mutter beauftragten Detektiven verfolgt zu werden soviel unmut bereitet. Sie kann natürlich nicht ausschließen oder bestätigen ob es so ist. Damit hat sie natürlich recht, aber sie hat damit einen langen Weg eingeschlagen.

    Danke für die Anteilnahme
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 September 2020 um 12:04 Uhr
  11. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Also mal im Ernst, wem würde das keinen Unmut bereiten, wenn man den Gedanken hegt, dass man von einem Detektiv verfolgt wird. Was meinst du mit "hat damit einen langen Weg eingeschlagen"?

    Der Rest ist starker Tobak, sozusagen steht deine Mutter ja immer noch im Vordergrund. Du hast den Kontakt zwar beendet, aber hälst noch irgendwie an ihr fest. Die Frage ist, was hast du für einen Vorteil zu denken, sie hat einen Privatdetektiv auf dich angesetzt. Allerdings könnte das natürlich gut möglich sein, da sie wissen möchte, was du so tust.

    Jetzt hast du mich neugierig gemacht, wo in deiner Familiengeschichte ist das schon einmal vorgekommen. Warum weißt du von der Geschichte? Vielleicht hilft es durch die Geschichte zu einer Lösung zu kommen oder sich deinem Problem anzunähern.

    Ich denke es könnte gut möglich sein, dass deine Mutter das macht. Warum? Sie möchte über dein Leben Bescheid wissen.

    Du könntest dir das auch einbilden. Wie ich oben schon schrieb: was hast du für einen Vorteil? Aufmerksamkeit deiner Mutter?
    Hast du den Kontakt komplett abgebrochen? Bei den genannten Gründen, ist es für mich nachvollziehbar. Mir scheint aber, dass du deiner Mutter immer noch Aufmerksamkeit schenkst.
    Sie "duldet" keine Frau an deiner Seite? Es ist deine Entscheidung eine Freundin zu haben. Es gibt viele Mütter, die die Freundinnen oder sogar Ehefrauen ihrer Söhne nicht akzeptieren. Leider nicht nur ihr Problem, sondern auch das der Frauen.......aber nur dadurch, dass die Männer sich zwischen die Stühle begeben und nicht 100 % zu ihren gewählten Partnerinnen stehen.


    Jetzt lese ich erst die Umfrage. Warum sollte das unter Gewalt fallen? Ich würde es als Eingriff in meine Privatspähre auffassen. Aber wo findet bei einer Beobachtung Gewalt statt? Aber wenn du das so fühlst, dann ist das so.
     
  12. Kanari

    Kanari Member

    Naja der Weg den meine Psychiaterin eingeschlagen hat bedeutet mich mit meiner Beziehung zu meiner Mutter bzw meinem inneren Bild von ihr auseinanderzusetzen. Das ist in meinem Fall nicht unproblematisch - die Vergangenheit ist von vielen zum Teil totgeschwiegenen Problemen geprägt.
    Ich weiß nicht wieviel ich darüber preisgeben soll. Aber als ich noch ein Kind war gab es im Hause meiner Großeltern mütterlicher seits einen Vorfall wo von einem Privatdetektiv die Rede war.
    Möglicherweise genießt ein Teil von mir die Aufmerksamkeit meiner Mutter. Möglicherweise suche ich einen Grund für alles woran ich bisher im Leben gescheitert bin. Das alles ist jedenfalls Grundlage meiner Therapie und ich arbeite daran.
    Als ich das erste mal versucht habe den Kontakt zu beenden fand meine Mutter das zwar sehr amüsant aber hat sich nicht besonders viel daraus gemacht. Es wurde für sie nur noch interessanter was ich und die Menschen die ich in meinem Leben haben möchte tun. Es war nicht einfach, das kann ich jedenfalls sagen. Ich habe viele Beziehungen beendet, oft genug letztendlich aus dem Grund daß ich meiner künftigen Kindesmutter/Frau keine Zukunft unter der Fuchtel meiner Mutter antun wollte.
    Natürlich gibt es schlimmere Formen der Gewalt. Aber ist ein Eingriff in die Privatsphäre nicht auch eine Form psychischer Gewalt? Zugegeben, ich habe den Thread aus einer inneren Notlage heraus eröffnet und mir ist klar daß ich damit letztendlich die Existenzgrundlage eines ganzen Berufszweiges in Frage stelle. Aber ich frage mich ob es nicht sinnvoll wäre dem Zurückgreifen auf Privatdetektive eine höhere Schwelle entgegenzusetzen. Etwa eine rechtliche Grundlage wie zB ein richterlicher Beschluss. Irgendetwas anderes als im Endeffekt bloß die Höhe des Honorars.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 September 2020 um 14:03 Uhr
  13. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Also ich hab nun alle Beiträge gelesen.

    Wenn Du nicht in der Lage bist dich von Deiner Mutter oder Deiner Familie abzugrenzen ist ganz klar daß Du etwas unternehmen mußt.

    Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter/Familie im Jahr 1980 rigoros abgebrochen und auch keine Kommunikation zugelassen.
    Mir ging und geht es immer noch gut dabei.
    Meine Mutter verstarb 2006 und da hab ich sie im Krankenhaus besucht und zusammen mit meinem Bruder ihr unser ganzes Leben im wahrsten Sinne des Wortes aufs Bett gekotzt.
    Ich hänge nicht in der Vergangenheitsschleife sondern lebe mein Leben im Hier und Jetzt!!
     

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