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Zwei Jahre Auseinandersetzungen mit meiner Mutter

Dieses Thema im Forum "Eltern und Kinder" wurde erstellt von ms2017, 21 Juni 2017.

  1. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

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    Das ist natürlich traurig und dramatisch.
    Aber dafür bist du nicht verantwortlich.
    Ich kenne auch die Biografie meiner Mutter und deshalb verstehe ich auch warum sie so ist wie sie ist.
    Aber nur weil ich sie verstehe, heisst das ja nicht, dass ich ihr Verhalten mir gegenüber tolerieren bzw. ertargen muss!
    Sie müsste im Grunde Therapie machen um alles aufzuarbeiten. Will sie aber nicht. Genau wie deine Mutter.

    Im Grunde will deine Mutter geliebt werden wie sie ist.
    Aber sie versucht diese Liebe (und noch mehr Liebe - denn es ist ein Fass ohne Boden) zu "erwingen" und treibt die Menschen auf diesem Weg eher von sich weg, weil
    sie nicht spürt, dass ihr sie schon liebt und das Verhalten der Enkel nicht Ausdruck davon ist dass sie abgelehnt wird
    (auch wenn sie das so empfindet).
    Vielleicht könnte ihr das mal jemand vermitteln ....wenn es noch nicht geschehen ist?
     
    ChrisTina und Clara Clayton gefällt das.
  2. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Genau wie Rudyline schreibt, ist niemand für das Verhalten deiner Mutter verantwortlich(außer sie selber). Ihr tragt keine Schuld an der Lebensgeschichte deiner Mutter. Es gibt nur einen Menschen, der an ihrem Verhalten etwas ändern kann, das ist deine Mutter selber. Ihr könnt nur eure Konsequenzen ziehen, wenn ihr etwas ändern wollt.

    Liebe Grüße
    Clara
     
    Spätzin, Rudyline und stillewasser gefällt das.
  3. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

    PS: noch etwas zur Erläuterung. Was ich mit "Gehirnwäsche" meine. Die meisten Menschen sind ja so erzogen worden und damit aufgewachsen zu lernen: "wenn du tust was ich will, dann hab ich dich lieb und dann bist du "richtig" (ich nehme an du auch? Bei deinen Kindern bzw. ihren Enkeln jedenfalls versucht es deine Mutter ja, macht sie ja auch für ihre Gefühle verantwortlich, indem sie sagt: ich bin traurig wenn du nicht kommst)
    Somit entwickeln wir ein falsches Selbstbild. Wenn ich mich verhalte wie ich soll, bin ich "gut" und "richtig", werde geliebt.
    Lebe ich das was ich wirklich fühle und denke, bin ich falsch/verkehrt, werde abgelehnt. Das was du (ihr) jetzt erleb(s)t
    Das zieht sich über die Generationen und fast jeder gibt es weiter - wie ein Virus. Grauenhaft oder? Keiner lebt sich selbst aus Angst.
    Und ich finde es echt ganz toll!, dass du versuchst diesen Kreislauf zu durchbrechen und deine Kinder eben nicht zwingst gegen ihre Bedürfnisse und Wünsche zu leben und zur Oma zu gehen wenn sie gerade nicht wollen.
    Du bist für mich ein Vorbild für deine Kinder.

    So, wollt ich nur noch gesagt haben.
    Vielleicht hilft es dir die Sache mit den Schuldgefühlen aus einer anderen Perspektive zu sehen?
    Alles Gute
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Juni 2017
    stillewasser gefällt das.
  4. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

    Meine hat es durchgezogen - bis zum bitteren Ende!

    Ja - sie ist einsam und allein gestorben - nein, ist sie nicht, sie war im Pensionistenwohnheim - aber meine Tochter und ich haben die Besuche letztendlich auf ein Minumum reduziert gehabt, weil sie uns auch noch im hohen Alter jedes Mal runter ziehen wollte.
     
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  5. ChrisTina

    ChrisTina Well-Known Member

    Wird sie in 100 Jahren nicht - kannst du vergessen!

    Das ist allerdings auch nicht dein Problem, sondern das deines Vaters und deines Onkels - wenn sie gegen die Machenschaften deiner Mutter machtlos sind, dann hätten sie beizeiten was ändern müssen - auch das liegt nicht in DEINER Verantwortung - auch die beiden sind schon erwachsen - und für ihre Handlungen - und Unterlassungen - selbst verantwortlich.

    Wenn sie deine Mutter nicht abhalten können, deine/eure Kinder für ihre Machtspielchens zu mißbrauchen - dann werden sie damit leben müssen, dass auch sie den Sch..... ausbaden dürfen, den ihnen deine Mutter einbrockt.

    Vergiss den Sünder - sie hat dich geboren - aber du gehörst ihr nicht bis zum Ende deiner Tage - sie hat dir dein Leben geschenkt - leben musst du es allerdings selbst - und ich an deiner Stelle würde mich eher als Sünder an dem Wohlbefinden deiner Kinder sehen - als an dem deiner Mutter.

    Sie ist erwachsen - sie ist für ihr Handelns selbst verantwortlich - deine Kinder können sich nicht wehren - sie sind euren Machtkämpfen schutzlos ausgeliefert.

    Komm endlich in die Gänge und beschütze deine Kinder !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
    Hortensie, Spätzin, Walter und 2 anderen gefällt das.
  6. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

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    Nun, wenn du bis zum (ihrem) Ende alles dir mögliche getan hast um mit ihr "in Kontakt" zu kommen, sie zu erreichen und eine Versöhnung zu ermöglichen, dann hast du dir nichts vorzuwerfen, hast deinen Anteil an Verantwortung übernommen.
    Es war ihre Verantwortung die ihr angebotenen Hände auszuschlagen. Um so trauriger für sie selbst.
     
  7. ms2017

    ms2017 Active Member

    Hallo, danke für Euere Ehrlichkeit. Wir hatten letzte Woche Urlaub, dieser war für mich ein Rettungsanker um endlich wieder zur Ruhe zu kommen. Vor diesem Urlaub hatte unsere kleinste Tochter Geburtstag, diesen wollten wir ich Ruhe und Frieden verbringen ohne Stress und Konfrontationen, mit meinen Eltern sagte ich sie können gerne anrufen und gratulieren. Einen persönlichen Besuch meiner Mutter wollte ich nicht nach allem was in den letzten Wochen passiert war. Noch zwei Tage vor diesem Geburtstag stand mein Vater bei uns vor der Tür und wollte einen Neuanfang, meine Frau und ich sagte ihm, wir wollte nie dass alles so ist. Es gab wochenlang die Möglichkeit für meine Mutter mir zu zeigen, dass Sie eine auch eine Änderung möchte. Einen Tag später hatte ich ein Telefongespräch mit meiner Mutter, in der Sie mir sagte, "Sie hat einen Kuchen gebacken und den wird Sie persönlich vorbeibringen und ihrem Enkelkind gratulieren, dass ist wohl das Mindeste, ob wir das wollen oder nicht, danach wurde der Hörer aufgelegt. Ab diesem Gespräch war für mich die Freude auf den Geburtstag verflogen. Am Geburtstag setzten Meine Frau und ich die Kinder morgens ins Auto und fuhren noch etwas für den Geburtstag erledigen. Mir ging es, wenn ich daran dachte, dass meine Mutter sich wieder über uns hinwegsetzt und jetzt bei uns vor der Tür steht, absolut schrecklich. Ich hatte das Gefühl mir stellt jemand die Luft ab. Als wir wieder nach Hause kamen standen dann die Geschenke und ein Kuchen im Carport... Am nächsten Tag fuhr ich zu meinen Eltern und unterrichtete Sie darüber, dass ich unter diesen Umständen bis auf weiteres keinen Kontakt mehr möchte. Sie verstanden meine Entscheidung überhaupt nicht. Dieser Wunsch nach Abstand wurde bis zu unserem Urlaubsbeginn (3 Tage später) respektiert, dann bekam ich eine E-mail mit Tenor meines Vaters"einen Neuanfang habe ich mir anders vorgestellt und mein Verhalten ist nicht richtig". Mein Rettungsanker Urlaub begann also gleich mit "Schuld". Nach unserem Urlaub wurde ich täglich auf dem Handy angerufen. "Wir wollen die Kinder sprechen und auch sehen. Deiner Mutter hast du schon verloren, die Oma wirst Du nie verlieren". Das zu hören, dass die Mutter ihren Sohn nicht mehr in ihrem Leben haben möchte, die Enkelkinder aber weiter gefordert werden, verletzt unerträglich.
     
  8. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo,

    irgendwie scheinen sich bei euch immer dieselben Vorkommnisse zu wiederholen...

    Von was für einer "Schuld" schreibst du eigentlich? Wessen habt ihr euch schuldig gemacht (wenn man mal von eurem ängstlichen, inkonsequenten Verhalten gegenüber deiner Mutter absieht)? Deine Mutter ist Diejenige, die sich schlecht benimmt. Nicht ihr.

    Zu einem Neuanfang, der den Namen auch verdient, gehört das Zusammenspiel aller Beteiligter. Soll heißen: Es gibt ein klärendes Gespräch, bei dem jeder(!) einsieht, was bisher falsch gelaufen ist, was anders gemacht werden muss und welche Kompromisse geschlossen werden können, damit der Neuanfang auch gelingen kann. An die beschlossenen Vorgaben haben sich alle Beteiligten zu halten. Auch dein Vater, dein Onkel - und vor allem deine Mutter. Ansonsten ist es kein "Neuanfang", sondern nur eine hohle Phrase.

    Ansonsten kann ich euch nur zum Kontaktabbruch raten. Notfalls lässt dich der mit einer Einstweiligen Verfügung durchsetzen.

    Und wenn euch die ständigen Anrufe deiner Mutter nerven, dann lasst euch neue Handynummern geben.

    Ich habe einfach Schwierigkeiten zu verstehen, wie eine einzelne Frau es schaffen kann ihre ganze Familie am Nasenring durch die Manege zu führen und keiner traut sich etwas dagegen zu unternehmen. Das ist heftig.

    Gruß
    Clara
     
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  9. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Es kommt mir so vor als ob die Mutter auf biegen und brechen den Kontakt zu den Enkelkindern aufrecht halten will.

    Das kenn ich von den Zeugen Jehovas. Da ist jemand bei Zeugen Jehovas weggegangen oder ausgeschlossen worden und die Eltern wollen mit ihren eigenen Kindern keinen Kontakt mehr - aber dafür mit den Enkelkindern!
    Das geht absolut nicht!

    Kontaktabbruch - aber konsequent - wie schon Clara schreibt ist die einzige Möglichkeit für Euch Euer Familienleben zu leben!
     
  10. stillewasser

    stillewasser Well-Known Member

    Genauso sehe ich das auch .. Mir ist unverständlich wie sich Erwachsene so manipulieren lassen können .. Mir scheint dass der Threaderöffner sehr charakterschwach ist und sich nicht durchsetzen kann/will. Und seine Frau hat wohl überhaupt kein Mitspracherecht in der Familie oder darf/kann sich ebenso wenig durchsetzen ..
    Hier postet der Threaderöffner fleißig, wie unerträglich er die Lage findet, ließt die Ratschläge hier und ist nicht willig etwas zu verändern .. selbst schuld .. !!! :cautious:
    Mir tun nur die Kinder leid , die sich, leider, nicht wehren können .. für die Erwachsene, die es verstanden haben und auch die "Macht" haben, diesen Albtraum zu beenden, es aber, zweifelsohne, nicht wollen, habe ich nicht das mindeste Mitgefühl .. (n)

    " Wer nicht will, der hat schon .. "
     
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  11. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

    Interessant, ich nehme das ganz anders wahr.

    @ms hat schon viel versucht (ist momentan auch konsequent, lehnt Besuche der Mutter ab!) und er sucht auch weiterhin nach Lösungen. Vor allem nach Lösungen die zum Wohle ALLER sind. Und ich finde es schön und vor allem menschlich, dass er sein Herz und seine Seele weiterhin offen hält.
    Auch empfinde ich, dass er Verantwortung trägt, denn er schützt seine Kinder ja, (z.B. indem er am Geburtstag der Tochter weg gefahren ist!)
    Es ist gar nicht so einfach und vor allem nicht auf die Schnelle möglich über jahrzehnte eingefahrene Verhaltensweisen und Muster zu verändern. Besonders wenn emotionale Bindungen dahinter stecken. Da habe ich schon Mitgefühl!
     
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  12. ms2017

    ms2017 Active Member

    Hallo, nach meinem "Urlaub" gab es für mich nur den Weg zum Arzt um mir Hilfe zu holen. Ich bekam gleich Medikamente um wieder zur Ruhe zur kommen und eine Überweisung zum Psychologen. Vor zwei Tagen hatte ich die erste Sitzung bei einer Psychologin, diese sagte mir nach einer halben Stunde und verschiedenen Fragen zur Familiensituation und den anfänglichen Problemen, Sie wissen aber schon, dass Ihre Mutter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Diese Diagnose bekam ich schon einmal von der Therapeutin in der Diakonie, nur nicht so direkt. Nun steht diese Aussage im Raum und viele Dinge ergeben jetzt einen Zusammenhang. Ich habe mich immer gefragt "warum" und "das ist nicht meine Mutter". Ich bin mit der Frage zur Psychologin gegangen, verstehen zu wollen warum alles so gekommen ist. Auf diese Frage konnte sie mir keine Antwort geben, da Personen mit dieser Persönlichkeitsstörung keinen Blick in ihr inneres zulassen, selbst Therapeuten nehmen solche Personen nur sehr ungern an, weil sie fast nicht zu therapieren sind. Man dringt meistens nicht zu Ihnen durch. Das bestätigten mir ja auch schon beide Mediatoren die wir um Rat gebeten hatten und die beide völlig getrennt voneinander nach dem zweiten Gespräch sagten, ein weiterer Termin macht keinen Sinn.
     
  13. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

    Hallo ms,

    ehrlich gesagt war das mein 1. Gedanke nachdem ich einige Posts gelesen hatte in denen du deine Mutter beschrieben hast bzw. ihr Verhalten. Ich wollte das aber nicht schreiben, denn "Ferndiagnosen" - dazu noch über ein Forum - halte ich immer für fragwürdig.
    Nun hast du eine Erklärung und vielleicht hilft dir das besser damit umzugehen und weg von ihr, mehr auf dich und deine Familie hin zu schauen? Denn du kannst ihr nicht helfen oder sie "retten" (wozu Kinder ganz gerne mal neigen).

    Hier ist eine ganz gute Seite zu dem Thema - falls du sie noch nicht kennst?

    Ich wünsche dir (euch) wirklich von Herzen einen Weg damit umzugehen und vor allem deine Schuldgefühle loszuwerden.
     
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  14. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

    Irgendwie hat das mit dem Link nicht geklappt,
    hier noch mal...

    Töchter Narzisstischer Mütter
     
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  15. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Interessante Seite, Rudyline!(y)
     
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