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Zwei Jahre Auseinandersetzungen mit meiner Mutter

Dieses Thema im Forum "Eltern und Kinder" wurde erstellt von ms2017, 21 Juni 2017.

  1. ms2017

    ms2017 Active Member

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    Hallo,
    die Schule hat den Kontakt mit der Schulsozialarbeiterin hergestellt, bei diesem Gespräch mit meiner Frau waren auch sie ratlos, sie sehen keine Lösung.
     
  2. Rudyline

    Rudyline Well-Known Member

    Habt ihr das getan/beantwortet?
    Hoffentlich nicht!
    Ich jedenfalls würde mich in so einer Situation nicht zum Befehlsempfänger machen.
     
  3. ms2017

    ms2017 Active Member

    Hallo,
    nein wir haben dies Brief nicht beantwortet. Es wäre auch gar nicht gegangen. Die Fragestellung alleine hat mich schon schockiert. Es wird wieder vorausgesetzt, dass wir alleine an der Situation schuld sind und die einzigen die diese auch zum wohl aller beenden können. Die ist mit nichten so, wir hätten gerne einen normalen Kontakt, so wie ich glaube jeder will, nur ist dieser die ganze Zeit nicht möglich. Es gibt auf diese Frage also kein Ja oder nein, weil wir es nicht in der Hand haben.
     
  4. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo ms2017,

    deine Mutter wartet sicher nicht ernsthaft auf eine Antwort eurerseits. Sie wollte euch wieder einmal unter Druck setzen. Wie schon so oft. Es gelingt ihr ja auch immer wieder. Bestimmt wusste sie schon im voraus wie du da reagierst.

    Natürlich habt ihr es in der der Hand diese merkwürdige Situation zu beenden. Ihr könnt mit Hilfe eines Anwalts ein Kontaktverbot und/oder eine einstweilige Verfügung erwirken. Es geht hier um das Wohl eurer Kinder und um nichts anderes. Aber das willst du nicht, weil du Angst vor deiner Mutter hast.

    Du bist ein erwachsener Mann. Hier geht es nicht um die Klärung einer Schuldfrage. Es geht um den Schutz eurer Kinder. Deine Mutter tut ihnen nicht gut. Sie tut euch nicht gut. Sie beherrscht euer Leben wie es ihr gefällt. Und das wird sich auch nie ändern, weil sie sich nie ändern wird. Nur du kannst etwas dagegen unternehmen, zum Schutz eures Familienlebens.

    Gruß
    Clara
     
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  5. ms2017

    ms2017 Active Member

    Hallo Clara,
    für mich ist ein Kontaktverbot keine Wahl, mit dieser Entscheidung haben wir alle verloren, Gewinner gibt es dabei nicht. Die Möglichkeit auf eine Besserung ist damit ausgeschlossen. Ich habe keine Angst vor meiner Mutter. Mir geht es um die gesamte Familie und ein intaktes Familienleben mit allen Familienmitgliedern. Mein Vater und mein Onkel hängen sehr an unseren Kindern. Vielleicht bin ich naiv oder weltfremd, aber für mich steht immer noch das "Warum" im Raum und hoffe eine Einsicht bzw. Änderung. Ich kann meine Gefühle zu meinen Eltern nicht strikt ausblenden. Wir hatten das Gespräch mit einem Kontaktverbot schon einmal besprochen. Damals saßen wir im Kindergarten mit zwei Erziehern zusammen, weil dort auch Ratlosigkeit gegenüber meiner Mutter herrscht. Von Seite eines Erziehers kam dann die Meinung, ich stehe zu meiner Mutter lassen mir auch einiges gefallen, aber bevor ich zu einem Schritt wie einem Kontaktverbot greifen würde, würde ich lieber alles zurücklassen und weit wegziehen. Diese zwei Gefühle empfinde ich genauso.
     
  6. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

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    Hallo ms2017,

    dann müsst ihr so weitermachen wie bisher. Denn deine Mutter wird sich, wie schon oft hier geschrieben, nicht ändern. Diese Dame ist unbelehrbar. Sie spielt ihre Spielchen mit euch. Und ihr spielt mit, alle. Du schreibst ja selber von 'Gewinnen' und 'Verlieren'.

    Du schreibst ja, dass alle Leute, die inzwischen involviert waren, ratlos sind. Es liegt sicher auch daran, dass niemand von euch Willens ist, etwas an der Situation zu ändern.

    So wie ich es jedenfalls sehe, sind die Verlierer in diesem Spiel schon längst ausgemacht. Das sind nämlich eure Kinder. Das alles muss sehr schwer für sie sein.

    Daher bleibt mir nur noch dir alles Gute zu wünschen. Ich denke niemand hier kann dir einen Rat geben.

    Gruß
    Clara
     
  7. stillewasser

    stillewasser Well-Known Member

    mir fällt nur dazu ein, dass sie vielleicht ALLE einer Sekte angehören, wie Scientology, 12 Stämme oder Zeugen Jehovas .. anderseits würde der TE kein Internet benutzen/besitzen "dürfen" .. keine Ahnung was man noch raten sollte, wenn der TE so borniert, unbelehrbar und vehement den Kontakt nicht abbricht ! keine Ahnung was ihn bewegt immer wieder hier Rat zu suchen, wenn er felsenfest meint, nichts ändern zu wollen !!!! :censored:
     
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  8. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    @ms2017,

    deine Zustimmung vorausgesetzt, möchte ich gerne auf den Post von stillewasser eingehen. Du kannst mich ja korrigieren, wenn du willst.

    Liebe stillewasser,

    ja, der Gedanke, dass der TE und seiner Familie einer Religionsgemeinschaft angehören hatte ich auch schon. Wenn ich es richtig gelesen habe, ist er auf Spätzins dahingehende Anfrage auch nicht weiter eingegangen. Ich kann mich erinnern, dass wir vor einigen Jahren eine junge Frau hier im Forum hatten, die sehr wohl Zugang zum Internet hatte. Sie war begeisterte Zeugin Jehowas und hat außerhalb der Diskussionen hier im Forum einige Leute per PN angeschrieben, um sie zu missionieren. Auch einen sehr penetranten Anhänger der evangelikalen Kirche hatten wir einmal hier. Ich glaube er ist gesperrt worden. Also Internet ist trotz Sektenzugehörigkeit möglich.

    Ich weiß nicht, ob der TE wirklich in einer Sekte/Gemeinschaft ist. Ich glaube auch nicht, dass er zu borniert ist, um auf den Rat, den ihm hier letztendlich alle gegeben haben, einzugehen.

    Er ist halt der Sohn seiner Mutter. Sie und ihre herrische Art haben ihn geprägt. Ob die Frau nun eine psychische Störung hat, oder nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Die Dame schafft es ihre ganze Familie zu beherrschen und alle - ohne Ausnahme - machen da mit. Sie lassen sich beherrschen. Sie sind einfach zu schwach sich zu wehren.

    Ich habe, ich glaube das habe ich hier im Thread auch schon geschrieben, selber ziemliche Probleme mit meiner Mutter gehabt. Auch habe ich jahrelang miterlebt wie manipulativ die Familie meines Mannes mit ihren Kindern und Enkeln umgegangen ist. Das führte schließlich, von Seiten meines Mannes, zum konsequenten Kontaktabbruch.

    Jeder muss für sich selber erkennen, ob er eine Grenze zieht oder eben nicht. Ich kann gut verstehen wie schwer das für ms2017 ist. Aber ich finde es schrecklich, dass da eine ganze Familie mit hineingezogen wird. Die nächste Generation wird geprägt für ihr zukünftiges Handeln. Denn was lernen die Kinder? Oma macht was sie will. Ich muss das tun was Oma sagt. Sogar meine Eltern kuschen vor ihr und sagen mir, ich muss mich fügen. Papa wird sogar krank, weil Oma so schlimm ist. Welches Kind will das verantworten?

    Die Wichtigkeit der Familie als Ganzes hin oder her, aber das ist nicht gut.

    Das ist meine Meinung dazu. Vielleicht liege ich falsch. Schließlich kenne ich ja nicht das komplette Bild, nur das was der TE hier schilderte.

    Liebe Grüße
    Clara
     
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  9. ms2017

    ms2017 Active Member

    Hallo,
    danke für eure ehrlichen Antworten. Ich bin mir sicher, dass meine Mutter keiner Sekte angehört. Ich habe vor zwei für mich den Weg versucht, loszulassen, die Gefühle und Gedanken nicht mehr den ganzen Tag mein Leben bestimmen zu lassen. Letzten Freitag habe ich erfahren dass mein Vater an Darmkrebs erkrankt ist, heute hat er seine erste Chemo. Mein Gefühlslage ist eigentlich nicht zu beschreiben.
     
  10. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo ms2017,

    wie du dich fühlen musst, kann ich ganz gut nachvollziehen, ich habe vor Jahren meine Mutter an Krebs verloren. Mir hat damals sehr geholfen, dass ich mich und meine Gefühle im Umgang mit der Krebserkrankung meiner Mutter total zurückgenommen habe. Wie ich mich fühlte war zweitrangig. Ich war schließlich nicht selber krank.

    Deinem Vater wünsche ich von Herzen alles Gute und baldige Genesung. Er macht jetzt eine sehr schwere Zeit durch, in der er alle Kraft für sich und seine Gesundung braucht. Das ist jetzt das Wichtigste, denn die Diagnose Krebs ist immer hart, auch im Hinblick auf die Chemotherapie.

    Da muss die Familie jetzt zurückstehen, zu ihm halten und ihm Kraft geben.

    Liebe Grüße
    Clara
     
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  11. ms2017

    ms2017 Active Member

    Hallo,
    ich wäre gerne für meinen Vater da, leider funktioniert es zur Zeit nicht zusammen mit meiner Mutter die noch immer darauf beharrt nur wir können die Situation ändern. Ich habe meinem Vater geschrieben, dass ich immer für ihn da bin und an in denke. Weihnachten war Horror.
     
  12. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Hallo und guten Morgen!

    An welcher Situation könnt ihr denn etwas ändern? Das verstehe ich nicht so recht. Bisher ist doch alles so wie immer. Deine Mutter tyrannisiert ihre Familie und diese (ergo ihr alle), seid nicht in der Lage dem etwas entgegen zu setzen.

    So furchtbar und traurig das, was du berichtest für mich auch klingt, jetzt da dein Vater so schlimm erkrankt ist, wird sich daran sicher erst recht nichts ändern. Deine Mutter hat nie lernen müssen, dass es mitunter nötig ist Kompromisse im Leben zu schließen.

    Du hast deinem Vater einen Brief geschrieben. Mehr kannst du jetzt nicht tun, fürchte ich. Klar fühlst du dich jetzt schlecht und hast Angst um deinen Vater. Das kann ich gut nachvollziehen.

    Ist denn deine Mutter hauptsächlich mit sich und ihrem Egoismus beschäftigt oder kümmert sie sich auch um ihren Mann? Verstehen sich deine Eltern eigentlich, trotz allem, ganz gut? Wie verhält sich deine Mutter jetzt? Versteht sie, dass es jetzt mal nicht um sie geht oder ist sie gar nicht in der Lage etwas anderes zu sehen als sich selber?
     
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  13. ms2017

    ms2017 Active Member

    Hallo,
    meine Mutter kümmert sich um meinen Vater da bin ich mir sicher. was ich beurteilen kann verstehen Sie sich gut, auch wenn mein Vater mit sehr vielen Entscheidungen und Dingen nicht einverstanden ist was meine Mutter tut. Was mich zur Zeit am meisten zu schaffen macht ist, als meine Mutter vor einem halben Jahr ins Krankenhaus kam (Arm gebrochen + OP) habe ich Sie gebeten, lass uns dass als Anlass nehmen wieder zu einander zu finden und versuchen unsere Probleme zu lösen. Darauf hin bin ich 8 Wochen jeden Sonntag zu meinen Eltern gefahren um zu meinem Wort zu stehen und den Kontakt auch mit mir und den Enkelkindern zu ermöglichen. Das Resultat war nach 8 Wochen war wie hier schon beschrieben, wöchentliche Demütigungen bis zum dem Moment an dem ich nicht mehr hinfahren konnte und abends noch in den Spiegel schauen. Nach der Diagnose meines Vaters vor 10 Tagen hätte ich um alles gewettet, meine Mutter ruft mich an und versucht einzulenken alleine schon wegen meinem Vater. Leider ist das nicht passiert. Selbst jetzt kann Sie nicht ihr eigenes Ego in den Hintergrund stellen.
     
  14. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Wenn deine Mutter sich gut um deinen Vater kümmert und sie sich, trotz allem, sehr gut verstehen, bedeutet das doch schon einmal eine Sorge weniger für dich.

    Was hindert dich eigentlich daran, deinen Vater zu besuchen? Lässt deine Mutter das nicht zu?
     
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  15. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    das hab ich mich auch gefragt!!!
     

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